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Eishockey-WM

Wenn Finnen feiern und Wladimir Putin vergessen

Gold für Finnlands Eishockey-Team sorgt für eine neue Welle der Euphorie. Vergessen blieben für viele Stunden Probleme mit dem Nachbarn (Russland), hatte selbst die Nato-Frage Nachrang. Das 4:3 nach Verlängerung gegen Kanada musste doch gefeiert werden.

Schunkeln wildfremde Finnen die „Maamme“-Hymne oder bloß lauthals unentwegt „Suomi“ grölend miteinander, klettern in Massen auf (zuvor noch mit Sperrholzplatten abgesicherte) Monumente wie Havis Amanda in Helsinki oder stehen plötzlich auf dem Dach eines Nobelrestaurants („Kappeli“) mit der Fahne in der Hand, dann gab es entweder eine ausgiebige „Happy Hour“, gewann ein Langläufer oder Rallyefahrer oder triumphierte die Eishockeymannschaft.

Tamperes Straßen waren prall gefüllt, wer keien Platz mehr fand musste hoch hinaus - zumindest auf das Dach dieser Haltestelle.APA/AFP/ALESSANDRO RAMPAZZO

Im Fall der „Leijonat“, also „Löwen“, wie sich das Puck-Team in Anspielung auf seine Stärke nennt, traf das am Sonntagabend zu. Es gewann die 83. Eishockey-WM, besiegte – dank Schiedsrichter-Hilfe – Kanada letzten Endes dennoch verdient mit 4:3 nach Verlängerung.