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Fehler können etwas Schönes sein

Paul Pfleger mag Kassetten, „weil sie das Gegenteil von elitär sind“.
Paul Pfleger mag Kassetten, „weil sie das Gegenteil von elitär sind“.(c) Jana Madzigon
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Paul Pfleger, vifer Multiinstrumentalist, stellt das erste Werk von „Paul & Pets“ vor. Opus soll man nicht dazu sagen. Das war die Band seines Vaters.

Das Ding ist orange und hat zwei gezahnte Löcher. Es befindet sich in einer Hartplastikhülle. Das Cover zeigt einen jungen Mann, der offenbar eine Glasscheibe befingert und rosa Brillen trägt. An der Stirnseite gibt es eine Information. Die lautet: „Paul & Pets, Domestic Monastic.“

Der ältere Musikfreund weiß es längst, es handelt sich um eine Musikkassette, ein Medium, das bis vor Kurzem als ausgestorben galt, ehe es erneut zum Kult wurde. Billie Eilish, Michael Kiwanuka, sie alle veröffentlichen auch auf Kassette. Warum also nicht auch Paul Pfleger? Zumal er triftige Gründe dafür angeben kann. „Die ganze Arbeitsweise war eng mit Experimenten mit der Boombox (früher sagte man Ghettoblaster dazu) verbunden. Für dieses Material war es die optimale Arbeitsweise. Eventuell bringe ich es zu einem späteren Zeitpunkt doch auch noch auf Schallplatte heraus, aber wir haben viel mit Stereobässen gearbeitet, die auf Platte schwierig sind,“ freut sich Pfleger.