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Kolumne

Das war doch kein Befehl

Sprechblase
SprechblaseClemens Fabry
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Sprechblase Nr. 448. Warum „Ich erkläre es dir jetzt noch einmal“ große Klasse sein kann.

Der Befehlston, das zeigt sich quer durch die Organisationen, hat seine besten Zeiten hinter sich. Führungskräfte haben längst erkannt, dass ihre Mitarbeitenden gehört werden wollen – weshalb viele von ihnen auf Dialog setzen. Durchsetzen mit ihren Vorstellungen wollen sie sich aber dennoch.

Also versuchen sie, sich mit einer Finte zu retten. Diese wird – Achtung, Sprechblase – mit diesen scheinbar freundlichen Worten in das Gespräch eingebettet: „Ich erkläre es dir jetzt noch einmal.“ Danach wird in Erklärform befohlen. Wenn nötig, weil kritisch nachgefragt wird, auch mehrmals.

Führungskräfte, die das gut drauf haben, müssen sich nicht einmal Zermürbungstaktik vorwerfen lassen. Sie streifen Respekt ein, weil sie sich so ausführlich mit den Mitarbeitenden beschäftigt haben.

 

In den Sprechblasen spürt Michael Köttritsch, Leiter des Ressorts "Management & Karriere" in der "Presse", wöchentlich Worthülsen und Phrasen des Managersprechs auf und nach.

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