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Interview

Antonio Banderas: „Wir haben alle unsere Eitelkeit“

Sonderbare Kollegen gibt es beim Film immer wieder, sagt Antonio Banderas, aber richtige Diven habe er schon lange nicht mehr erlebt.
Sonderbare Kollegen gibt es beim Film immer wieder, sagt Antonio Banderas, aber richtige Diven habe er schon lange nicht mehr erlebt.(c) IMAGO/alterphotos
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In „Der beste Film aller Zeiten“ verkörpert Antonio Banderas eine überzeichnete Version seiner selbst: einen weltberühmten Schauspieler, nur mit deutlich größerem Ego. Ein Gespräch über alte Diven, Klischees und wie viel Eigenwerbung man für den Oscar machen muss.

Hand aufs Herz: Wie viel hat die in „Der beste Film aller Zeiten“ gezeigte Filmbranche mit der Realität zu tun?

Antonio Banderas. Um Realismus ging es in diesem Fall wirklich nicht, und ich denke, dass mindestens 95 Prozent meines Arbeitsalltags nichts gemein haben mit dem, was wir jetzt in dieser Komödie zeigen. Natürlich begegnet man hin und wieder mal Kolleginnen und Kollegen, die sich ganz schön sonderbar verhalten oder sich benehmen, als würde sich alles nur um sie drehen. Aber die Regel ist das nicht, denn eigentlich wissen wir alle, dass man beim Film oder Theater ein funktionierendes, harmonisches Team braucht, um gute Arbeit abzuliefern. Und auch wenn ich nicht bestreiten will, dass es früher sicher mal Diven gab, die meinten, sie können nur arbeiten, wenn ihre Garderobe komplett rot gestaltet ist, habe ich von solchen albernen Sonderwünschen schon ewig nichts mehr gehört.

Fällt es Ihnen leicht, sich über sich selbst und Ihren Berufsstand lustig zu machen?