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Wasserstand

Wie der Neusiedler See den Bodensee überleben kann

Neusiedler See
Die Kernfrage am Neusiedler See: Wie viel Steppe, wie viel See darf's denn sein?(c) APA/AFP/ALEX HALADA (ALEX HALADA)
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Wasser-Zuleitungen in den Neusiedler See könnten das Gegenteil dessen bewirken, was beabsichtigt wird. Der See ist launisch und hartnäckig.

Zu einem „Runden Tisch“ hatte die burgenländische Landesregierung Ende September geladen, allerdings gibt es vorerst keine Entscheidung. Der Wasserstand des Neusiedler Sees ist nach wie vor sehr niedrig. Derzeit sind so gut wie alle Optionen offen: Theoretisch möglich ist eine Zuleitung von Wasser aus einem Nebenarm der in Ungarn aufgestauten Donau, allerdings hat für die Landesregierung auch die Unabhängigkeit von Wasserlieferungen aus Ungarn einen hohen Stellenwert, deshalb werden auch innerösterreichische Dotations-Varianten ins Spiel gebracht.

Grundwasser und Landwirtschaft sind eigene Themen, die mit dem See überhaupt nicht zusammenhängen; hier schlägt das Pendel derzeit eher in die Richtung, dass der Anbau besonders wasserintensiver Pflanzen zurückgedrängt wird.

Am „Runden Tisch“ nicht zu hören war eine Frage: „Warum gibt es den Neusiedler See überhaupt noch?“ Diese Frage hallt aber noch aus der Vergangenheit nach. Sie wurde erstmals vor mehr als 150 Jahren gestellt – nachdem der burgenländische Steppensee zuletzt ausgetrocknet war. Nach dieser Phase (1865-1868) haben Regenfälle dafür gesorgt, dass in der drei Meter tiefen Wanne im Seewinkel das Wasser wieder plätscherte. Recht war das damals niemandem, vielmehr war von einem „Problem Neusiedler See“ die Rede, das man endgültig lösen müsse – ihn also trockenlegen.