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Bericht: Christen werden in Europa diskriminiert

Bericht Christen werden Europa
Symbolbild(c) APA/GEORG HOCHMUTH (GEORG HOCHMUTH)
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"Radikaler Säkularismus und übertriebene Political Correctness" schränke Christen bei der Ausübung ihrer Religion ein, berichtet das "Dokumentationsarchiv der Intoleranz gegen Christen".

Christen seien auch in Europa heute verstärkt Intoleranz in der Gesellschaft und Diskriminierung durch die Justiz ausgesetzt. Das beklagt der Fünfjahresbericht "Intoleranz und Diskriminierung gegen Christen in Europa 2005-2010", der von der in Wien ansässigen Menschenrechtsorganisation "Dokumentationsarchiv der Intoleranz gegen Christen" am heutigen Freitag, dem Internationalen Tag der Menschenrechte, präsentiert wurde. Es handelt sich dabei nach eigenen Angaben um den ersten Bericht dieser Art.

Das Dokument zählt eine Vielzahl von sehr unterschiedlichen Fällen auf, in denen Christen in Europa, vor allem in EU-Ländern, aufgrund eines "radikalen Säkularismus und einer übertriebenen Political Correctness" Diskriminierung und Intoleranz ausgesetzt gewesen seien. Zu den aufgezählten Beispielen gehören Fälle tätlicher Attacken gegen Geistliche, religiöse Veranstaltungen, Kirchen und christliche Friedhöfe genauso wie die Entfernung religiöser Symbole aus dem öffentlichen Raum, die Suspendierung von Beamten, die etwa die Beteiligung an Adoptionen zugunsten gleichgeschlechtlicher Paare verweigerten, oder die Festnahme von Straßenpredigern.

Nach Angaben der NGO sind die im Bericht aufgelisteten Fälle exemplarisch zu sehen für "die unterschiedlichen Aspekte und die große Bandbreite" des Phänomens der Diskriminierung von Christen in der westlichen Welt. Wie das "Observatory" allerdings beklagt, gibt es in Europa derzeit noch keinen Mechanismus, der es möglich mache, die gesicherte Anzahl von Diskriminierungsfällen gegen Christen sowie deren Entwicklung in den vergangenen Jahren nachzuvollziehen.

Derzeit findet eine Konferenz der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) zum Thema Religionsfreiheit in der Wiener Hofburg statt, in deren Zusammenhang der Bericht präsentiert wird.

(APA)