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Interview

Kunst am Ringturm: "Quadrate sind mir zu langweilig"

Dóra Maurer im 20. Stock des Ringturms.
Dóra Maurer im 20. Stock des Ringturms.(c) Jana Madzigon
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Dóra Maurer, Grande Dame der ungarischen Kunst, hat den Ringturm mit einer riesigen Leinwand ummantelt. Der „Presse“ erläutert sie dieses Werk mit dem Titel „Miteinander“ – und verrät, dass Hundertwasser sie nie angezogen hat.

Seit 2006 beauftragt der Wiener Städtische Versicherungsverein Künstler, die Konzernzentrale im Wiener Ringturm mit einem überdimensionalen, 4000 Quadratmeter großen Bild zu ummanteln. Heuer stammt es – voraussichtlich bis Ende September affichiert – von der Grand Dame der ungarischen Kunst: Dóra Maurer, bekannt für ihre strengen Kompositionen abstrakter geometrischer Formen. 1936 in Budapest geboren, erhielt sie 1967 ein Arbeitsstipendium in Wien – und pendelt seither zwischen den beiden Städten.

Die Presse: Worauf gründet Ihr Entwurf für den Wiener Ringturm?

Dóra Maurer: Anfang der 1970er-Jahre habe ich ein System mit rechteckigen farbigen Feldern entwickelt, die sich Schritt für Schritt verschieben und so ständig wechselnde Form- und Farbkonstellationen bilden. Meine Motive seither sind einfachste geometrische Formen. Aber keine Quadrate, die sind mir zu langweilig. Die Asymmetrie dagegen bringt Interessantes und Unvorhergesehenes in die Komposition. Im Kunstraum Buchberg habe ich 1983 mit dieser atmenden Konstruktion den ganzen Raum, auch den Fußboden bemalt. Daran knüpft der Entwurf „Miteinander“ für Wien an.