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Fußball

Manchester United: Der Niedergang einer Hochkultur

Das „Old Trafford“-Stadion ist schon lange kein „Theater der Träume“ mehr
Das „Old Trafford“-Stadion ist schon lange kein „Theater der Träume“ mehrPAUL ELLIS / AFP / picturedesk.c
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Mit dem Abschied von Alex Ferguson 2013 verlor Englands Paradeklub Linie und Erfolg. Superstars und Egoismen spalten die „Red Devils“, soll jetzt Marko Arnautović sie einen?

Ein Märchen, Sommerloch, Verzweiflung oder Weitblick eines krampfhaft um Offensive bemühten Trainers, der in Wahrheit einen Job angenommen hat, bei dem er nur verlieren kann? Manchester United soll sich, berichten englische Medien alternierend und sich dabei in Transfersummen überbietend, um ÖFB-Teamspieler Marko Arnautović bemühen. Aber, Englands strauchelnder Fußball-Rekordmeister hat jede Hilfe wirklich bitter nötig.

Ungeachtet aller Gerüchte, die der Fußball so gerne streut, wenn mit Namen und sinnbefreiten Summen um sich geworfen wird, stecken die „Red Devils“ seit Jahren in einem hausgemachten Sumpf. Man verlangt Glamour und Erfolg um jeden Preis – bloß die Abwärtsspirale dreht sich weiter.

Als das Imperium implodierte

Der Niedergang dieser Hochkultur begann 2013 mit dem Abschied von Sir Alex Ferguson. Unter dem Schotten gewann United in 27 Jahren sagenhafte 38 Titel, darunter 13 Mal die Liga und zweimal die Champions League. Er hielt Youngsters, Starlets und Stars bei kurzer Leine. Bei ihm spurten David Beckham oder Cristiano Ronaldo, ohne Murren. Die Fans verehrten ihn, weil er Eigenbau-Talente forcierte und verkörperte, wofür die „Red Devils“ stehen wollten. Medien zeigten, für englische Verhältnisse, daher Respekt. Selbst die US-Besitzer erkannten, dass Ferguson die Autorität ist und mischten sich tunlichst nicht ein.