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Energie

Japan entdeckt die Atomkraft wieder

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Die Japanerinnen und Japaner waren bisher mehrheitlich gegen Kernkraft.Getty Images / Jgalione
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Infolge steigender Energiepreise will Japans Regierung wieder verstärkt auf die Kernkraft setzen. Laufzeiten sollen verlängert, neue Atomkraftwerke gebaut werden. Die Abkehr von der Kernkraft nach Fukushima ist damit vorbei.

Vor Kurzem galt die Atomkraft in Japan als Auslaufmodell, als zu gefährlich und daher politisch riskant. Nicht einmal die gut vernetzte Atomlobby vermochte es, Regierungsvertretern ein unverkrampftes Werben für die Kernenergie zu entlocken. Und auch wenn zuletzt manche Reaktoren reaktiviert wurden, blieb der Bau neuer Atomkraftwerke ein rotes Tuch.

Diese Zeiten sind vorbei. Am Mittwoch erklärten Offizielle des Wirtschaftsministeriums in Tokio, dass die Regierung angesichts teurer Energie und der Angst vor einem Winter mit Energieengpässen keinen Ausweg mehr sehe. Neben einer Laufzeitverlängerung für bereits bestehende Reaktoren sollen auch neue – und demnach effizientere sowie sicherere – Kraftwerke gebaut werden. So wolle man sich auf eine Zukunft mit geringer Importabhängigkeit und Umweltbelastung einstellen.