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Offen für eine Renaissance des Cabrios: seriennahe Studie des elektrischen Polestar 6. Die erste Auflage von 500 Stück war im Nu verkauft.
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Cabriolets

Die Rettung des Cabrios – ausgerechnet durch die Chinesen?

Die Fans des letzten großen Cabrio-Booms nähern sich dem Greisenalter: In der heutigen Ära des SUV hat die Kulturform des Cabriolets einen schweren Stand. Möglicherweise leitet das Elektroauto ein kleines Comeback ein – und ein Markt, auf dem die Gattung bislang unverkäuflich war.

Auch wenn's nach no na klingt: Das Auto kam offen auf die Welt, quasi als Cabrio.

1886, als Carl Benz seinen Motorwagen zum Patent anmeldete, den ersten seiner Art, hatte man dringendere Sorgen als den Wetterschutz.

Zum Beispiel eine brauchbare Lenkung, was auch die erste Verbesserung war, die Benz an seiner tuckernden Kutsche in Angriff nahm. Denn so sahen die ersten Automobile aus: Wie schmächtige Fuhrwerke, denen überraschend das Pferdchen abhandengekommen war.

Und weil man schon bautechnisch von der Kutsche kam, konnte man bald auch deren Faltverdecke mitnehmen, allerdings vorwiegend als Schutz vor Staub und Sonne – in den Pioniertagen war Autofahren schon wegen der empfindlichen, exponierten Technik ein Schönwetter-Hobby, jedenfalls nichts für anhaltende Regenschauer.

Ferdinand Porsches „Elektrischer Phaeton“, den der Wiener Kutschenbauer Jacob Lohner im Jahr 1900 in einem Inserat bewirbt („Fahrleistung: In der Ebene ca. 50 Kilometer mit einer Batterie-Ladung“), ist mit einem solchen Klappverdeck ausgestattet. Im gleichen Jahr zeigten Lohner und Porsche in Paris ein Elektroauto mit fix verbauter, kerzengrade stehender „Glasfrontscheibe“.