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Skispringen: ÖSV-Dreifachsieg nach einem Durchgang

Thomas Morgenstern
Thomas Morgenstern(c) EPA (Sigi Tischler)
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Österreichs Skispringer besetzten in Engelberg das gesamte Podest: Morgenstern triumphierte vor Kofler und Loitzl. Gewertet wurde allerdings nur ein Durchgang.

Engelberg. Österreichs Skispringer haben bei der ersten von drei geplanten Weltcupkonkurrenzen in Engelberg am Freitag einen eindrucksvollen Dreifachsieg gefeiert. Der Kärntner Thomas Morgenstern gewann den aufgrund von starkem Schneefall nur in einem Durchgang ausgetragenen Bewerb dank besserer Haltungsnoten mit einem Satz auf 137 Meter 2,2 Punkte vor dem Tiroler Andreas Kofler (140 m) und 5,8 vor dem Steirer Wolfgang Loitzl (136).

Für den 24-jährigen Weltcupspitzenreiter Morgenstern war es nach dem Doppeltriumph vor zwei Wochen in Lillehammer der bereits dritte Sieg infolge bzw. sein 17. im Einzel insgesamt. Der Triple-Erfolg in Engelberg war der erste für Österreich seit 31. Jänner 2009 in Sapporo. Das auch im bisher einzigen Mannschaftsbewerb in Kuusamo siegreiche ÖSV-Team hält damit nach sechs Saisonkonkurrenzen bei fünf Siegen, nur der Finne Ville Larinto vermochte bisher die ÖSV-Phalanx in Kuopio zu durchbrechen.

Hinter dem viertplatzierten Finnen Matti Hautamäki (130) landete mit Martin Koch (133,5) bereits der nächste Österreicher. Olympiasieger und Lokalmatador Simon Ammann (129) wurde Sechster.

Morgenstern schob sich mit seinem dritten Saisonerfolg vor Hautamäki gleichauf mit Ammann auf Platz elf der ewigen Weltcup-Bestenliste, die dessen Landsmann Matti Nykänen (46 Siege) anführt. Erfolgreichster Österreicher ist der derzeit verletzte Gregor Schlierenzauer (32 Siege), Morgenstern ist fünftbester ÖSV-Athlet.

Kuusamo-Sieger Kofler sprang bei guten Windbedingungen zwar überlegen Höchstweite, musste Morgenstern allerdings aufgrund deutlich schlechterer Haltungsnoten wegen einer nicht einwandfreien Landung den Vortritt lassen. Der Tiroler verpasste den Sieg um etwas mehr als zwei Punkte und den Schanzenrekord von Ammann und Janne Ahonen um lediglich einen Meter, kam aber nach drei vierten Plätzen en suite aber wieder auf das Stockerl. Normalschanzenweltmeister Loitzl schaffte den Sprung auf das Podest hingegen erstmals in diesem Winter.

(red.)