Parköffnung für Wiener Theresianum "unmöglich"

Wiener Theresianum feiert doppeltes Jubil�um / Vor 50 Jahren wiederer�ffnet, vor 260 Jahren gegr�nde
(c) (Michaela Bruckberger)

Der neue Wiedner Bezirksvorsteher Leo Plasch würde den Park der Internatsschule gerne für das allgemeine Publikum öffnen. Die Schule erteilt dem eine Absage.

Auch wenn es der neue Bezirksvorsteher von Wien-Wieden, Leo Plasch (SPÖ), gerne hätte: Der Park der Internatsschule Theresianum wird nicht für das allgemeine Publikum geöffnet. Das Kuratorium der Stiftung Theresianische Akademie hat dies am Montag in einer Aussendung betont. Begründet wurde die Ablehnung unter anderem mit Sicherheitsbedenken. Die Freiflächen werden - bereits seit 1746 - als Schul-, Sport- und Freizeitbereich genutzt.

"Eine Öffnung des theresianischen Parks ist unmöglich", erteilten die Verantwortlichen den Wünschen des Neo-Bezirkschefs eine Abfuhr. Dieser hatte vergangenen Freitag erklärt, diesbezüglich Gespräche mit der Schulleitung aufnehmen zu wollen ("Die Presse" berichtete). Der Park, so betonte die Stiftung heute, sei für die Schule unverzichtbar. Er sei, mit Ausnahme des geschützten bewaldeten Gebietes, mit Sportanlagen ausgestattet.

Diese seien durch die Schule vollständig ausgelastet. Freiflächen gebe es kaum. Im Zuge der nun anstehenden Ausweitung um Kindergarten und Volksschule würden außerdem neue Angebote wie Spielplätze oder Naturerlebnispfad geschaffen.

Auch Abtrennung des Parks nicht möglich

Eine auch nur teilweise Öffnung des Parks würde bedeuten, dass ein neu zu schaffendes Tor ständig offen stehen müsste, hieß es. Vom Park gebe es jedoch mehrere Eingänge in das Schulgebäude, die nicht ausreichend gesichert werden könnten: "Somit wäre nicht mehr kontrollierbar, wer sich in den weitläufigen Räumlichkeiten des Hauses befindet." Bereits jetzt müssten immer wieder Unbefugte - von Touristen bis zu Obdachlosen - vom Portier abgewiesen werden.

Eine Abtrennung des Parks wäre nicht möglich, wurde versichert. Dies würde zu einer Überbelastung der verbleibenden Flächen führen. "Proteste und Schadenersatzansprüche der Eltern und eine Reduktion der Schülerzahl wären die Folge", fürchtet die Stiftung.

So wie bisher soll es jedoch eine beschränkte Mitbenützung geben, wie betont wurde. Schon seit vielen Jahren arbeite man mit Partnern aus der Umgebung zusammen. So nutzen laut Theresianum etwa der Bezirk, diverse Vereine oder die Volkshochschule den Festsaal oder auch die Sportanlagen.