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Stadthallen-Turnier

Rodionov und die verlorene Wien-Revanche

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Der Kanadier Denis Shapovalov gewann das Erstrundenmatch gegen Jurij Rodionov mit 6:4, 6:4. Der springende Punkt war die Aufschlagleistung.

Der Kanadier Denis Shapovalov hat an Jurij Rodionov Revanche genommen. Der 19. der Tennis-Weltrangliste besiegte den Niederösterreicher am Dienstag in der ersten Runde der Wiener Erste Bank Open 6:4,6:4, nachdem er ebendort vor zwei Jahren Rodionov 4:6,5:7 unterlegen war. Damit erlitt auch der zweite rot-weiß-rote Wildcard-Spieler beim Heim-Event ein Auftakt-Out, am Montag hatte Filip Milosic gegen den Argentinier Francisco Cerundolo 3:6,3:6 verloren.

Trotz der recht glatten Niederlage zeigte sich Rodionov mit seiner Leistung "relativ zufrieden, vor allem von der Grundlinie. Ich denke, da war ich sehr ebenbürtig. Ich habe so gespielt, wie ich es wollte und habe meinen Stempel aufdrücken können. Der springende Punkt war die Aufschlagleistung. Er hat viel mehr freie Punkte gehabt und solide serviert." Da möchte Österreichs Nummer zwei im Training ansetzen. Bis Freitag übt er in der Heimat, am Samstag geht es zu einem Challenger nach Bergamo. Für danach hat er Challenger-Antreten in Bratislava und Helsinki vor.

Zu Matchbeginn gegen Shapovalov hatte Rodionovs Serviceleistung noch gepasst, die ersten sechs Games verliefen ausgeglichen und ohne Möglichkeit auf ein Break. Ein solches gelang dem Favoriten aber dann zum 4:3, auch mit zwei Doppelfehlern ermöglichte Shapovalov dem Lokalmatador in einem umkämpften Spiel freilich postwendend den Ausgleich zum 4:4. Doch der 23-Jährige holte sich den Vorteil gleich wieder zurück und servierte aus.

Im zweiten Satz erwischte Rodionov eine schwache Anfangsphase, in der er fast mit einem Doppelbreak in Rückstand geriet. Der ebenso 23-Jährige erfing sich aber gerade noch rechtzeitig, um für die zahlreich erschienenen Zuschauern die Spannung aufrechtzuerhalten. Shapovalov ließ sich den Vorteil aber nicht mehr nehmen. Zwar vergab er bei 5:3 als Rückschläger drei Matchbälle, musste in Folge bei eigenem Service gleich vier Breakbälle abwehren, der entscheidende Schritt zum Ausgleich gelang Rodionov aber nicht. Shapovalov verwertete nach 1:41 Stunden seinen vierten Matchball.

Während es für ihn schon im letzten Mittwoch-Match in einem Nordamerika-Duell zum Achtelfinale gegen den als Nummer vier gesetzten US-Amerikaner Taylor Fritz kommt, bleibt es für Rodionov damit bei dem einen Stadthallen-Matchsieg von vor zwei Jahren. Im Anschluss an die Partie kam es zum heurigen Erstauftritt von Dominic Thiem, und zwar gegen den US-Amerikaner Tommy Paul (live ServusTV und ORF 1).

Auch die anderen früheren Dienstag-Erstrundenspiele brachten Zweisatzsiege. Der Bulgare Grigor Dimitrow schaltete den Brasilianer Thiago Monteiro aus, der Brite Daniel Evans den Deutschen Oscar Otte und der Finne Emil Ruusuvuori den Italiener Lorenzo Sonego. Österreichs Davis-Cup-Doppel Alexander Erler/Lucas Miedler feierte einen 6:3,7:6(3)-Auftaktsieg gegen Karen Chatschanow/Andrej Rublew. Ein wertvoller Erfolg, auch wenn die beiden Russen im Doppel bei weitem nicht so gut gereiht sind wie im Einzel.

Am Mittwoch steht vor allem als zweite Partie nach 14.00 Uhr das Aufeinandertreffen des Niederösterreichers Dennis Novak mit dem auf Position zwei gesetzten Griechen Stefanos Tsitsipas im Mittelpunkt. Im Anschluss daran (nicht vor 17.30 Uhr) und unmittelbar vor dem Shapovalov-Match trifft der topgesetzte Russe Daniil Medwedew auf den Georgier Nikolos Basilaschwili.