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Interview

Toto Wolff: "Wegen der WM wird in Katar mehr über Menschenrechte gesprochen"

Mercedes-Teamchef Toto Wolff
Mercedes-Teamchef Toto WolffREUTERS
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Mercedes-Teamchef Toto Wolff blickt auf eine holprige Saison und FTX-Crash. Russell habe Potenzial, Hamilton fahre weiter. Und Katar? „Man wird Veränderungen dort nicht sofort sehen.“

Die Presse: Nach dem Saisonende der Formel 1 in Abu Dhabi startet in Doha die Fußball-WM. Sind Sie eigentlich Fußballfan?

Toto Wolff: Ich halte große Fußballturniere für eine sehr gute Unterhaltung. Teams, die bei der WM dabei sind, haben sich auf hohem Niveau qualifiziert. Ein Kampf um eine WM-Krone ist immer attraktiv, das ist große Unterhaltung.


Sie haben mit Katar als Schauplatz kein Problem, F1 oder MotoGP fahren ja dort auch. Oder?

Das Wichtigste ist für uns, die Sport betreiben, uns aus diesen politischen Themen rauszuhalten. Es gibt den Rechteinhaber in der F1, es gibt die Fifa im Fußball. Wir müssen im Dialog mit Organisationen bleiben und unsere Standpunkte vertreten. Wenn wir dort fahren, müssen wir positive Energie mitbringen und Themen ansprechen. Es wird wohl mehr über Menschenrechte in Katar gesprochen, weil dort Fußball gespielt wird, als wenn dort nicht gespielt wird. Auch wenn diese schrecklichen Unfälle beim Stadienbau passierten, wurde doch Tausenden Arbeit gegeben. Bei den Arbeitsbedingungen liegen diese Länder weit hinten im Vergleich zu unseren Standards. Aber es brauchte in Europa auch 100 oder 150 Jahre, bis sich Bedingungen veränderten. Es wird in diesen Ländern vorangehen, aber nicht so schnell, dass wir sofort Veränderungen sehen.


Dem ÖFB-Team ist der Auftritt in Katar erspart geblieben, drücken Sie jetzt England als Berufsstandort oder Deutschland als Konzernheimat die Daumen?