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ÖFB: In Linz beginnt der Neustart

FUSSBALL LAeNDERSPIEL: OeSTERREICH - ITALIEN
APA/GEORG HOCHMUTH
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Das ÖFB-Team startet 2023 die EM-Qualifikation im neuen Lask-Stadion, nach 1981 kehrt die Auswahl von Ralf Rangnick erstmals in die Stahlstadt zurück. Tagt hier im Dezember auch das ÖFB-Präsidium?

Wien. Österreichs Fußballnationalteam der Männer wird mit einem Doppel in Linz in die Qualifikation für die Fußball-EM 2024 in Deutschland starten. Das Team von Ralf Rangnick trifft in der dann neu eröffneten Raiffeisen Arena am 24. März auf Aserbaidschan, am 27. folgt die Partie gegen Estland (jeweils 20.45 Uhr). Das letzte offizielle Bewerbsspiel in Linz fand 1981 gegen Finnland statt, Österreich siegte 5:1.

Eröffnet wird das Stadion am 24. Februar, etwas über 17.000 Zuschauer werden zugelassen. „Die neue Raiffeisen Arena ist eine sehr attraktive Option für Länderspiele unseres Nationalteams. Das Stadion erfüllt die internationalen Anforderungen des ÖFB für Länderspiele und entspricht außerdem uneingeschränkt der Kategorie 4 der Uefa. Wir freuen uns, den Fans für die Spiele gegen Aserbaidschan und Estland eine moderne Infrastruktur im fußballbegeisterten oberösterreichischen Zentralraum bieten zu können“, sagt Bernhard Neuhold, Geschäftsführer der ÖFB Wirtschaftsbetriebe GmbH.

Sein Dank gelte dem Lask und Präsident Siegmund Gruber, die das Gefühl vermittelt hätten, dass man „hier sehr willkommen“ sei, meinte Neuhold. „Wir sind stolz, das Nationalteam in der Arena Linz begrüßen zu dürfen. Wir werden dem Team die bestmögliche Unterstützung für diese wichtigen Spiele am Weg zur Euro 2024 in Deutschland bieten“, antwortete Gruber. Damit hat das veraltete Happel-Stadion endgültig neue Konkurrenz bekommen.
Auch in Wien wird Österreichs Männerteam freilich weiterhin spielen. Der Mitte 2023 auslaufende Rahmenvertrag zur Nutzung des Happel-Stadions für ÖFB-Länderspiele wurde um fünf Jahre bis Juni 2028 verlängert. „Mit dieser Verlängerung des Rahmenvertrags haben wir Planungssicherheit hinsichtlich der großen Spiele. Die Auswahl der Standorte hängt von mehreren Faktoren ab, unter anderem von den Gegnern und dem erwarteten Fan-Aufkommen“, sagte Neuhold. Mit Wien, Linz, Salzburg, Klagenfurt und Innsbruck habe man weitere attraktive Optionen.

Redebedarf im Präsidium

Weil beim ÖFB derzeit aber nichts ohne Debatten gelingen will, wurde im Rahmen der „Inseratenaffäre“ ein neuer Termin anberaumt. Anfang Dezember soll im ÖFB-Präsidium endgültig Klarheit geschaffen werden, ob E-Mails von Präsident Gerhard Milletich an ÖFB-Partner und Sponsoren mit Anfragen nach Inseraten nun ein Verstoß der (für Funktionäre im ÖFB inexistenten) Compliance-Regeln waren oder nicht. Er beteuert, es als Verleger getan zu haben. Alle Mails wurden auch von seinem Verlags-Account verschickt.

Am 16. Dezember wollte man sich erneut treffen, um das geplante Trainingszentrum in Aspern auf Schiene zu bringen. Die Kosten, 75 Millionen Euro, tragen ÖFB, Stadt Wien und Bund zu je einem Drittel. Im Anschluss soll die Weihnachtsfeier das turbulente Jahr 2023 beschließen. (fin)