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Richarlisons Zaubertor: Die Faszination Fallrückzieher

Richarlison und sein Zaubertor
Richarlison und sein ZaubertorAPA/AFP/GIUSEPPE CACACE
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Der Brasilianer Richarlison hat der WM ein Highlight beschert. Von Risiko, Ruhm und Ursprung einer Fußball-Kunstform.

Sie sind die Königsdisziplin unter den Toren: die Fallrückzieher. Ein besonders schönes Exemplar hat der Brasilianer Richarlison beim 2:0-Sieg über Serbien vorgeturnt. Anders lässt sich dieser Zauber kaum beschreiben, denn dieser Kunstform liegt eine regelrechte Symbiose der Beherrschung von Körper und Ball zugrunde: Richarlison legt sich die Flanke (nicht minder stilvoll per Außenrist von Vinicus Junior) mit dem Rücken zum Tor selbst mit dem linken Fuß auf Brusthöhe auf, vollzieht im Sprung eine halbe Drehung um die eigene Achse und jagt den Ball volley mit rechts ins Netz. Womöglich ist der Treffer dieser WM-Endrunde schon in der ersten Runde der Gruppenphase gefallen.

Für einen Fallrückzieher braucht es nicht nur das Können, sondern vor allem auch den Mut. Denn gelingt er nicht (und das ist meistens der Fall), bleibt vom Scheitern ein patschert wirkender Plumps auf den Hosenboden und die Frage, ob das eigene Ego dem aussichtsreicheren normalen Abschluss im Weg stand.