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Gruppe G

Der Abräumer schießt Brasilien ins Achtelfinale

Brasiliens Torjubel
Brasiliens TorjubelAPA/AFP/ANTONIN THUILLIER
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Casemiro schoss lange Zeit zurückhaltende Brasilianer zum 1:0-Sieg über die Schweiz und damit in die K.o.-Phase.

Ras Abu Aboud. Lag es am Fehlen des verletzten Neymar (ein Doppelgänger sorgte im Fanblock des Stadions für Aufsehen, der Star selbst postete dann aus dem Hotelzimmer) oder der komfortablen Ausgangsposition für beide Teams, Brasilien und die Schweiz zeigten lange Zeit Schonkost. Cafu, Roberto Carlos und Ronaldo, die letzten brasilianischen Weltmeister 2002, sahen auf der Tribüne ein vergleichsweise wenig inspiriertes Nachfolger-Team, ein Mittelfeld aus Fred, Casemiro und Lucas Paqueta steht eben mehr für Arbeit, denn hohe Fußballkunst.

Die Schweizer, deren Teambus bei der Anfahrt zum Stadion einen leichten Auffahrunfall produziert hatte, konzentrierten sich aufs Verteidigen (kein Schuss aufs Tor) und hielten die brasilianische Offensive damit weitestgehend in Schach. Einmal sah Raphina die Lücke, Vinicius Jr. nahm Fahrt auf, scheiterte aber an Torhüter Yann Sommer (27.).

Mit Rodrygo, Antony oder Gabriel Jesus wechselte Tite der Reihe nach Offensivstars ein, um die ihn andere Trainer beneiden. Doch der Treffer wollte nicht fallen – oder zählen. Denn als Vinicius Jr. einschoss (64.), beendete der VAR den Jubel, da Richarlison aus Abseitsposition den Ball erobert hatte.

Ein Schuss wie ein Strich

Am Ende buchte die Seleção dennoch vorzeitig ihr Achtelfinal-Ticket. Bezeichnenderweise für diesen Abend war es keiner der Künstler, der das entscheidende 1:0 erzielte, sondern mit Casemiro der Abräumer. Nach Vorarbeit von Rodrygo saß der stramme Schuss des Profis von Manchester United (83.). Immerhin, das ermunterte die Kollegen, im Finish den Fans im Stadium 974 doch noch etwas brasilianische Spielfreude zu zeigen, Manuel Akanji und Sommer vereitelten die Chancen.

(swi)