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Morgenglosse

Das Problem mit der Kernfusion

Um mit Forschung "die Welt zu retten", braucht es (mehr) Geld.
Um mit Forschung "die Welt zu retten", braucht es (mehr) Geld.via REUTERS
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Der Durchbruch bei der Kernfusion zeigt, dass wir die Probleme dieser Welt vermutlich eher mit Hirnschmalz lösen werden.

Schlechte Nachrichten für alle Verzichts-Apologeten. Möglicherweise müssen wir uns künftig nicht mehr irgendwo festkleben, um die Welt vor der Klimakatastrophe zu retten. Aus den USA wird von einem „bedeutenden wissenschaftlichen Durchbruch“ bei der Kernfusion berichtet.

Erstmals soll es gelungen sein, dass bei einer Kernfusion unterm Strich mehr Energie übrigbleibt als hineingesteckt wird. Jetzt ist das natürlich erst einmal im Labor geglückt, vom Ende der Energiekrise und von einem Patentrezept gegen den Klimawandel kann leider vorerst keine Rede sein.

Aber es zeigt, dass wir die Probleme dieser Welt vermutlich eher mit Hirnschmalz lösen, durch Innovation und Fortschritt also - und nicht durch Rückschritt und apokalyptischer Hysterie.

Und es ist natürlich keine Überraschung, dass dieser möglicherweise große Durchbruch wieder einmal aus den USA kommt. Innovation braucht nämlich Geld, und dieses Geld gibt es vor allem dort, wo es Wohlstand und Kapital gibt und wo Unternehmen diese neuen Technologien zur Marktreife führen.

Markt, Unternehmen, Kapital, Wohlstand? Soweit kommt‘s noch. Irgendwo muss da ein Problem sein. Und das finden sicher wir, nicht die Amerikaner.

(Die Presse)