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Volkoper

Orpheus in der Klamaukwelt, als Parodie der Parodie

Die Götter proben den Aufstand: Offenbachs "Orpheus in der Unterwelt" in der Wiener Volksoper.Barbara Pálffy/Volksoper Wien
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Das Regieteam Spymonkey setzt bei Offenbachs Meisterwerk ganz auf Slapstick – und schießt dabei über das Ziel hinaus.

Ein riesiger Haufen, den Höllenhund Cerberus hinterlassen hat, ist Falle und Anziehungspunkt zugleich. Nicht nur, dass die Polizisten, die eben erst den „Can Can“ auf ihren Pfeifen gespielt haben, ständig Gefahr laufen hineinzusteigen. Jupiter, der sich zwecks Verführung in eine Fliege verwandelt hat, tut sich gütlich daran, liebkost die Hinterlassenschaft geradezu – noch mehr, als er das bei Eurydike mit den Augen tut.

Auch wenn bei der Premiere von „Orpheus in der Unterwelt“ am Samstag an der Volksoper einige Besucher leicht zu erheitern waren, so schossen doch viele Blödeleien, die das Regieteam Spymonkey eingebaut hatte, über das Ziel hinaus. Die Truppe, hier vertreten durch Toby Park und Aitor Basauri, steht für „Physical Theatre“, das dem englischen Humor à la Monty Python verpflichtet ist. Viele Slapstick-Gags, die sie für die Volksoper erdacht haben, sind zwar handwerklich sehr gut gemacht und werden vom Ensemble auch oft präzise ausgeführt, verblödeln jedoch das Werk allzu sehr.