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Pizzicato

Komische Vögel

Eine Zählung ergab, dass es im Winter noch nie so wenige Vögel in Österreichs Gärten gab. Das muss laut Experten nicht mit den Billigflügen in den Süden zu tun haben, vielleicht blieben die Vögel im Wald, weil sie dort im heuer eher milden Winter genug Nahrung finden.

Am häufigsten vor Türen gezählt wurde der Haussperling, er muss bei seinem Anwesen eben öfter nach dem rechten sehen. Die Kohlmeise fiel auf Platz zwei zurück, eventuell deklarieren sich ihre Anhänger aber auch gerade weniger. Kritiker der Umfrage meinen sogar, diese solle nur Fans der Kohlmeise anspornen.

In Niederösterreich findet am Sonntag eine weitere Zählung statt. Die von einem Landbauer gezüchtete Blaumeise darf mit Zugewinnen rechnen. Die roten Vögel setzen auf den Schnabl Franz. Sollte er verlieren, könnte sich ein Angry Bird aus dem Burgenland aufmachen, um in der Wiener Löwelstraße zu nisten. Ja, die Tierwelt ist komplex. In St. Pöltens Regierungsviertel wurde gar ein singender Hirsch gesichtet: „Komm, großer schwarzer Vogel, komm jetzt, schau, das Fenster is weit offen“, sang er von der Straße zum Büro hinauf. Ob die schwarzen Vögel wirklich ihr Nest verlassen, ist aber offen. Vielleicht müssen sie auch nur ein paar Federn lassen.

Die nächste Vogelzählung findet dann im März in Kärnten statt, dort will ein Kaiseradler Herr der Lüfte bleiben. (aich)

Reaktionen an: philipp.aichinger@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 24.01.2023)