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FP-Klubchef zu Schwuchtel-Sager: „Stehe dazu“

Niederösterreichs FP-Klubobmann kritisierte die Familienpolitik der ÖVP im Landtag.

St. pölten/Apa/Ks. Die FPÖ ist einmal mehr durch derbe Ausdrucksweise aufgefallen. Im niederösterreichischen Landtag kritisierte FP-Klubobmann Gottfried Waldhäusl die Familienpolitik der ÖVP. Er verstehe nicht, warum für Familien kein Geld da sei, „Schwuchteln“ aber unterstützt würden, meinte er am Donnerstag in Anspielung auf die eingetragene Partnerschaft für Homosexuelle.

„Das ist vielleicht eine heftige Wortwahl. Dass es zu so einer kommt, ist in einer politischen Diskussion aber zulässig“, so Waldhäusl am Freitag zur „Presse.“ Er stehe zum Inhalt ebenso wie zur Wortwahl.

„Ich wollte niemanden beleidigen, aber das ist ein umgangssprachliches Wort.“ ÖVP, SPÖ und Grüne kritisierten Waldhäusls Sager. Letztere verlangen eine „öffentliche Entschuldigung bei allen Homosexuellen für die öffentliche Erniedrigung“.

 

„Nicht von Gott gewollt“

An eine Entschuldigung denkt Waldhäusl nicht. „Familien haben bei mir oberste Priorität. Und Familie bedeutet für mich Mann und Frau, also dort, wo Kinder entstehen können. Wenn der liebe Gott das anders gewollt hätte, hätte er das anders gemacht“, so der freiheitliche Klubobmann. Waldhäusl erhielt für den „Schwulen“-Sager einen Ordnungsruf im Landtag.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 29.01.2011)