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Spanien zahlt bei Staatsanleihen weniger Zinsen

Spanien zahlt niedrigere Zinsen
(c) AP (Jose Huesca)
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Trotz der bevorstehenden Zinserhöhung durch die EZB muss die Regierung in Madrid nach der jüngsten Anleihenausgabe für dreijährige Papiere geringere Zinsen zahlen.

Spanien kommt bei der Ausgabe von Geldmarktpapieren spürbar günstiger weg. Für das Papier mit einer Laufzeit von drei Monaten muss die Regierung nur noch 0,899 Prozent Zinsen zahlen, wie aus Daten vom Dienstag hervorgeht. Noch bei der vorangegangenen Emission lag die Rendite bei 1,101 Prozent. Für sechs Monate liegt der Zins bei 1,361 Prozent nach 1,588 Prozent. Zugleich waren beide Emissionen deutlich überzeichnet. Zuletzt hatte sich die Lage für Spanien in der Schuldenkrise spürbar beruhigt.

Die am Montag von der EZB-Spitze erneut in Aussicht gestellte Zinsanhebung blieb damit vorerst ohne konkrete negative Folgen für die Euro-Schuldenländer. EZB-Chef Jean-Claude Trichet und weitere ranghohe Notenbanker mussten auf den Vorwurf reagieren, dass ein Zinsschritt durch die EZB krisengeschüttelte Euro-Staaten wie Griechenland, Irland, Portugal oder Spanien belasten würde, die unter schwachem Wachstum und oft zugleich unter hohen Schulden litten. Die EZB, erklärte ihr Präsident, richte die Geldpolitik am gesamten Währungsraum aus, nicht an einzelnen Ländern.

 

(APA/Ag.)