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Portugal kann mit Finanzhilfe aus Brasilien rechnen

Präsidentin Dilma Rousseff wird Portugal helfen
(c) dapd (Eraldo Peres/ap)
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Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff deutet bei ihrem Portugalbesuch Unterstützung für das Schuldnerland an.

Das hoch verschuldete Euro-Land Portugal kann mit finanzieller Hilfe seiner früheren Kolonie, der heutigen Wirtschaftsmacht Brasilien, rechnen. Das sagte die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff am Dienstag zum Auftakt eines zweitägigen offiziellen Besuchs in Portugal. "Es besteht die Möglichkeit, dass Brasilien Portugal hilft, ebenso wie Portugal (in der Vergangenheit) Brasilien wirtschaftlich geholfen hat", sagte Rousseff vor Journalisten kurz nach ihrer Ankunft in der Stadt Coimbra.

In Portugal will Rousseff den Präsidenten Anibal Cavaco Silva sowie auch den zurückgetretenen Ministerpräsidenten Jose Socrates treffen. Die Unterzeichnung bilateraler Abkommen ist allerdings nicht vorgesehen. Socrates war vor einer Woche als Ministerpräsident des ärmsten Landes Westeuropas zurückgetreten, nachdem seine Minderheitsregierung im Parlament keine Mehrheit für das jüngste Sparpaket gefunden hatte. Bei Neuwahlen, die wohl Ende Mai oder Anfang Juni stattfinden werden, will Socrates wieder als Spitzenkandidat ins Rennen gehen.

(APA/Ag.)