Geld von Syriens Diktator: Prinz Williams Uni unter Druck

Geld Syriens Diktator Prinz
(c) REUTERS (TOBY MELVILLE)

Die Uni St. Andrews, wo unter anderem Prinz William studierte, soll Verbindungen zum Regime von Syriens Diktator Assad unterhalten haben. Nun überprüft die Uni ein Forschungszentrum.

Die britische Nobel-Uni St. Andrews, wo sich Prinz William und seine nunmehrige Frau Kate kennenlernten, ist unter Druck: Sie soll Verbindungen zum Regime des syrischen Diktators Bashar al-Assad unterhalten haben. Wie der "Guardian" berichtet, soll die Uni an der schottischen Ostküste für ein Forschungszentrum für Syrien-Studien 100.000 Pfund (umgerechnet 112.000 Euro) von einem Assad-Getreuen erhalten haben.

Wie der "Guardian" berichtet, sollen die Spenden mit Unterstützungs des syrischen Botschafters in London zustande gekommen sein. Die Finanzspritze kam schließlich von einem in Syrien geborenen britischen Geschäftsmann - Chef einer Öl- und Gasfirma, die gemeinsam mit der syrischen Regierung Projekte im Wert von einer Milliarde Dollar abwickelt.

Im Beratergremium des Forschungszentrums sitzt außerdem unter anderem Fawaz Akhras, Schwiegervater des syrischen Diktators. Akhras fungiert dem Bericht zufolge als eine Art Mittelsmann des Regimes, indem er britische Journalisten überprüft, bevor er ihnen Interviews mit seiner Tochter Asma oder seinem Schwiegersohn ermöglicht.

Das Zentrum für syrische Studien werde regelmäßig evaluiert; es habe immer die hohen akademischen und ethischen Standards erfüllt, die notwendig sein, um effektik und unabhängig zu arbeiten, hieß es laut "Guardian" vonseiten der Uni. Nichtsdestotrotz werde die Arbeit des Zentrums derzeit erneut untersucht.

Der Fall erinnert an eine andere britische Spendenaffäre: Weil die renommierte London School of Economics (LSE) Spenden der Familie des libyschen Diktators Muammar al-Gaddafi angenommen hatte, musste der Uni-Chef zurücktreten. Gaddafi-Sohn Saif und mehrere andere libysche Führungskräfte hatten an der LSE studiert.

(Red.)

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