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Grazer Professor besaß Kinderpornos: 8000 Euro Strafe

Grazer Professor besass Kinderpornos
Symbolbild(c) Clemens Fabry
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Einbrecher haben die Kinderpornos entdeckt und wollten den Professor erpressen. Der hat die Diebe angezeigt und ist nun selbst verurteilt worden. Er soll Tausende Fotos von Kindern heruntergeladen haben.

Für das Herunterladen von mehreren tausend Fotos kinderpornografischen Materials ist ein Grazer Universitätsprofessor am Freitag im Straflandesgericht zu vier Monaten bedingter Haft und einer Geldstrafe von 8000 Euro verurteilt worden. Er zeigte sich geständig. "Sie sind wenigstens selbst zu der Erkenntnis gekommen, dass Sie ein Problem haben", meinte Richterin Julia Riffel zum Angeklagten. Der Angeklagte nahm das Urteil an, der Staatsanwalt gab keine Erklärung ab, damit ist es nicht rechtskräftig.

Bei dem Angeklagten war vorigen Sommer eingebrochen worden. Die später erwischten und teilweise bereits verurteilten polnischen Diebe erbeuteten Computer, Schmuck und eine Festplatte, auf der sich Kinderporno-Fotos befanden. Sie versuchten anschließend, den Bestohlenen damit zu erpressen. Doch der Mann erstattete Anzeige, was ihm im Gegenzug allerdings eine Anklage einbrachte.

"Wahnsinnig langer Deliktszeitraum"

Bei der Verhandlung war er umfassend geständig. Er gab zu, seit 1999 pornografische Bilder von Kinder und Jugendlichen zu sammeln. Staatsanwalt Wolfgang Fauland sprach von einem "wahnsinnig langen Deliktszeitraum". Der Verteidiger führte ins Treffen, dass sein Mandant nun begonnen habe, mit der Vergangenheit "aufzuräumen". Seit Jänner macht der derzeit suspendierte Professor eine Therapie.

(APA)