Chávez: Steckt CIA hinter Krebsfällen?

(c) REUTERS (JORGE SILVA)

Venezuelas Präsident denkt laut über gesundheitsschädigenden US-Einfluss in Südamerika nach. In der Region kämpfen momentan fünf prominente linksgerichtete Politiker gegen die Krankheit.

Caracas/Ag. Er wolle nur seinen Gedanken freien Lauf lassen und niemanden konkret beschuldigen, ließ Venezuelas Staatschef Hugo Chávez bei einem Treffen mit Soldaten, das im Staats-TV übertragen wurde, wissen – „aber es wäre durchaus denkbar, dass sie eine Methode entwickelt haben, um bei unliebsamen Personen Krebs auszulösen“.

Wen er mit diesen ominösen „sie“ gemeint hat, war rasch klar: Der US-Geheimdienst CIA könnte laut Chávez hinter der jüngsten Häufung von Krebsfällen bei südamerikanischen Staatschefs stecken. „Das alles ist sehr seltsam und schwer rational zu erklären.“

 

„Evo, pass gut auf dich auf!“

In der Region kämpfen momentan fünf prominente linksgerichtete Politiker gegen die Krankheit: Neben Chávez selbst, dem im Sommer ein Geschwür aus dem Unterleib entfernt wurde, sind es Brasiliens Staatsoberhaupt Dilma Rousseff und ihr Vorgänger Luíz Lula da Silva, Präsident Fernando Lugo in Paraguay sowie Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner in Argentinien – ihr Tumor dürfte aber wenig aggressiv sein und sich ohne Chemo- bzw. Strahlentherapie kurieren lassen.

An seinen – noch gesunden – bolivianischen Kollegen Evo Morales richtete Chávez einen dringenden Appell: „Evo, pass gut auf dich auf!“

Die USA haben die Spekulationen aufs Schärfste zurückgewiesen. Die Bemerkung sei "erschreckend und verwerflich", sagte die Sprecherin des US-Außenministeriums Victoria Nuland am Donnerstag vor der Presse in Washington.

 

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