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Besuch abgelehnt: Pakistan brüskiert USA

Pakistan brueskiert
(c) Reuters/KHURAM PARVEZ
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Die Regierung in Islamabad lehnt einen Besuch des US-Sondergesandten ab. Zwischen den einstigen Verbündeten herrscht weiter Eiszeit.

Pakistan lehnt einen Besuch des US-Sondergesandten Marc Grossman im Land ab. Grossmans Aufenthalt sei derzeit nicht möglich, sagte ein führender Vertreter der Regierung in Islamabad am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters.

Einen Grund nannte er zwar nicht. Dieser dürfte aber in den Spannungen zwischen den beiden Ländern liegen. Seit die USA den Terrorpaten Osama bin Laden in seinem Versteck in Pakistan erschossen haben, herrscht zwischen Washington und Islamabad Eiszeit. 

Pakistan wirft den USA einen Alleingang vor, Washington wiederum verdächtigt den pakistanischen Geheimdienst ISI, Bin Laden jahrelang gedeckt zu haben.

Pakistan vor Zerreißprobe

Die Regierung in Islamabad hat aber auch mit innerpolitischen Problemen zu kämpfen. Dem geschwächten Regeriungschef Yousuf Raza Gilani droht eine Verurteilung wegen Missachtung des Gerichts. Seine Regierung hatte sich trotz entsprechender Anordnungen der Richter geweigert, die Schweizer Behörden um die Wiedereröffnung eines Verfahrens gegen Präsident Azif Ali Zardari zu bitten. Zardari wird Geldwäsche vorgeworfen.

Gilani beteuert seine Unschuld. Er wolle sich nun auch dem Druck des Obersten Gerichtshofs beugen un die Schweiz um Wiederaufnahme des Verfahrens bitten, sagte sein Anwalt. Hintergrund ist, dass der Gerichtshof ein generelles Amnestiegesetz aufgehoben hatte. Der Premier ließ aber am Montag ausrichten, dass der Präsident weiterhin volle "Immunität im In- und Ausland genießt".

(Ag./Red.)