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US-Republikaner: Santorum zieht an Romney vorbei

USRepublikaner Santorum zieht Romney
(c) Reuters (Eric Thayer)
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Der erzkonservative Präsidentschaftskandidat Santorum überholt in mehreren Umfragen den eher moderaten Multimillionär Romney.

Mitt Romney gilt als Favorit im Rennen der US-Republikaner um die Präsidentschaftskandidatur - allerdings nicht unumstritten: Im Verlauf der letzten Monate wurde er immer wieder temporär von Gegenkandidaten überflügelt. Jetzt zieht mehreren Umfrage zufolge der erzkonservative Bewerber Rick Santorum an ihm vorbei.

Einer landesweiten Umfrage zufolge unterstützen 30 Prozent der republikanischen Vorwähler den ehemaligen Senator Santorum. 27 Prozent stehen hinter dem Multimillionär Romney. Der Umfrage des TV-Senders CBS und der "New York Times" zufolge sprachen sich zwölf Prozent für den radikalliberalen Ron Paul aus. Ex-Parlamentspräsident Newt Gingrich favorisieren demnach zehn Prozent. Vor einem Monat lag Romney mit 28 Prozent klar vorn, Santorum war mit 16 Prozent noch klar abgeschlagen.

Keine Abtreibung auch bei Vergewaltigung

Auch fast alle anderen Umfragen der letzten Tage sehen Santorum derzeit in Führung, lediglich bei Gallup liegt Romney vorne. Er gilt als ein vergleichsweiser moderater und pragmatisch ausgerichteter Konservativer. Santorum galt vor Beginn der Vorwahlen Anfang Jänner noch als krasser Außenseiter. Er verfügt im Gegensatz zu Romney nur über ein knappes Werbebudget.

Santorum macht gezielt Wahlkampf mit seiner strikt konservativen und christlich-religiösen Ausrichtung. Er tritt etwa selbst bei Vergewaltigung und Inzest für ein Verbot von Abtreibung ein.

Patt nach bisherigen Vorwahlen

Beide Kandidaten konnten sich bisher in je vier Vorwahlen durchsetzen. Romney gewann unter anderem die wichtige Abstimmung in Florida. Santorum setzte sich dagegen jüngst überraschend in den drei Bundesstaaten Colorado, Minnesota und Missouri durch.

Die nächsten Vorwahlen stehen am 28. Februar an, in den Bundesstaaten Arizona und Michigan. Doch immer stärker wird klar: Eine echte Vorentscheidung fällt erst beim "Super Tuesday" am 6. März - dann wird auf einen Schlag in zehn Bundesstaaten gewählt. Endgültig wollen die Republikaner erst bei ihrem Parteitag Ende August entscheiden, wer bei den Präsidentenwahlen am 6. November gegen Barack Obama antritt.

(Ag.)