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Kirche lädt zur "Langen Nacht"

Im Jahr 2011 wurde der Innenraum des Stephansdoms anlässlich der
Im Jahr 2011 wurde der Innenraum des Stephansdoms anlässlich der "Lagen Nacht der Kirchen" in ein neues Licht gehüllt.(c) Lange Nacht der Kirchen
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615 Kirchen bieten Programm an. Bei der "Langen Nacht der Kirchen" sollen Menschen ohne Berührungsängste die Kirche besser kennen lernen können, wünscht sich Kardinal Schönborn.

Trommelworkshop, Kirchtagssuppe, Gebet, Diskussion - Das Programm der "Langen Nacht der Kirchen" ist auch heuer wieder vielfältig. Die Aktionsnacht findet bereits zum fünften Mal statt und soll zahlreiche Interessierte in die Gotteshäuser locken. 615 Kirchen zwischen Vorarlberg und dem Neusiedlersee nehmen an der Aktion teil und öffnen ihre Türen. Mehr als 2600 Programmpunkte stehen zur Wahl.

Es ist nicht nur eine katholische lange Nacht: Mit der "Langen Nacht der Kirchen" sollen die Eigenheiten und Unterschiedlichkeiten der verschiedenen christlichen Kirchen, aber auch ihre Gemeinsamkeiten präsentiert werden. Beteiligt sind alle im Ökumenischen Rat vertretenen Religionsgemeinschaften. Eröffnet wird der Programm-Reigen mit einem gemeinsamen Gebet in der orthodoxen Kathedrale am Fleischmarkt um 18 Uhr. Gemeinsam mit dem Metropoliten von Austria, Erzbischof Arsenios Karadamakis, werden Vertreter der christlichen Kirchen die Veranstaltung eröffnen.

Vorbeikommen ohne Verpflichtung

"Einfach einmal vorbeikommen und hineinschauen, ohne Verpflichtung, ohne gleich ganz dabei sein zu müssen", beschreibt Kardinal Christoph Schönborn die Idee der "Langen Nacht der Kirche" in einer Zeitungskolumne. Der Kritik, die "Lange Nacht" verkomme zum Event, setzt Schönborn entegegen: "Für mich überwiegt das Positive. Zuerst einfach die Tatsache der offenen Kirchentüren. Die Menschen haben die Möglichkeit, ohne Berührungsangst mit 'Innenleben' der Kirchen in Kontakt zu kommen."

Der Vorsitzende des Ökumenischen Rates, Bischofsvikar der rumänisch-orthodoxen Kirche, Nicolae Dura, betont, dass die "Lange Nacht der Kirchen" "für viele ein erstes Herantasten an das Kirchengebäude" sei. "Diese Einladung, zum Kommen, zum Schauen und zum Sehen, sprechen wir viel zu selten aus. In der Liebe Christi und mit ehrlicher Freude treffen und begegnen wir uns in unseren Kirchen", so Dur.

Vielfältiges Programm in 615 Kirchen

Einer der Höhepunkt wird eine Diskussion mit Kardinal Christoph Schönborn sein, der sich in der Pfarre Hinterbrühl den Fragen zum Thema "Kirche - unterwegs wohin?" stellt. Später wird Schönborn in einem "Late-Night-Talk" mit Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz (V) und dem SPÖ-Europaparlamentarier Hannes Swoboda in der Pfarre St. Johann Evangelist das Thema "Zusammenleben der Kulturen in Favoriten" diskutieren.
Viele Kirchen öffnen die Türen zu Orten, die sonst nicht zugänglich sind und dem Kirchgänger verschlossen bleiben, wie die Sakristei, die Krypta, der Dachboden oder der Turm. Aber auch das musikalische und spirituelle Programmangebot ist vielfältig.

Im Jahr 2011 besuchten trotz teils schwerem Regen in 715 Kirchen in ganz Österreich mehr als 310.000 Menschen die 3300 Programmpunkte.

(klepa)