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Fischer nickt ab

Wir kennen den Druck. Ihm nachzugeben ist menschlich. Knapp vor dem Urlaub türmen sich die noch zu erledigenden Papiere auf dem Schreibtisch.

Wir kennen den Druck. Ihm nachzugeben ist menschlich. Knapp vor dem Urlaub türmen sich die noch zu erledigenden Papiere auf dem Schreibtisch. Die Zeit wird knapp, der Urlaub naht. Undisziplinierte versuchen dann gern, Verantwortung zu delegieren. Oder sie auf die Rückkehr nach den Ferien zu verschieben.

Bundespräsident Heinz Fischer ist anders. Er unterschrieb am Dienstag das Gesetz, das Österreichs Teilnahme an der Errichtung eines Riesen-Euro-Rettungsfonds besiegelt. Eine Volksbefragung oder eine Befassung durch die Verfassungsrichter wie in Deutschland findet in Österreich bei einer so wichtigen Materie nicht statt. Zweiteres erst bei einer Klage.

Fischer kann nun sagen: Er wollte nur schnell den Weg für diese freimachen.

 

rainer.nowak@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 18.07.2012)