Schnellauswahl

Seltener "Erdbebenschwarm" im Westen der USA

Seltener Erdbebenschwarm Westen
(c) REUTERS (� Bogdan Cristel / Reuters)

Bis zu 100 Erdbeben soll es am Sonntag in Kalifornien und Arizona gegeben haben. Experten rechnen mit weiteren Tausend in den nächsten Tagen.

Eine seltene Serie von dicht aufeinanderfolgenden Erdbeben hat Teile des Westens der Vereinigten Staaten erschüttert. Die Beben in den Bundesstaaten Kalifornien und Arizona sowie im mexikanischen Grenzgebiet hätten eine Stärke von bis zu 5,4 erreicht, teilte die US-Erdbebenwarte (USGS) am Sonntag mit. Eine USGS-Expertin sagte, ein solches "Schwarmbeben" habe es seit den 70er Jahren nicht mehr gegeben. "Unser System war mit Erdbeben verstopft."

Berichte über größere Schäden oder Verletzte gab es zunächst nicht. Der US-Sender CNN sprach sogar von mehreren hundert Beben. Laut "Los Angeles Times" waren es mehr als 70 Erdstöße. In den nächsten Tagen sei mit Tausenden solcher Ereignisse zu rechnen, hieß es.

Ein "sehr aktiver Schwarm"

Der Direktor des Südkalifornischen Erdbebenzentrums, Thomas Jordan, erklärte laut "Los Angeles Times", dies sei ein "sehr aktiver Schwarm" gewesen. Am Südrand des San Andreas Grabens sei das nicht ungewöhnlich. Dort habe es solche Phänomene schon früher gegeben. Als "Erdbebenschwarm" oder "Schwarmbeben" wird eine Häufung von Erdstößen in einem Gebiet und einem bestimmten Zeitraum bezeichnet.

Die kleinen und mittelgroßen Beben begannen kurz nach Mittag (22.16 MESZ am Sonntag) nördlich von El Centro in Kalifornien, wie die Erdbebenwarte mitteilte. Sie setzen sich dann Richtung Arizona nach Osten fort. Bei El Centro wurde dann um 13.57 Uhr Ortszeit wieder das stärkste Beben mit 5,4 gemessen.

 

(APA/AFP/dpa)