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Deutschland: Wieder Gammelfleisch entdeckt

Symbolbild.
Symbolbild.(c) Michaela Bruckberger
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Ein niedersächsischer fleischverarbeitender Betrieb soll tonnenweise Gammelfleisch mit gutem Fleisch vermischt und verkauft haben. Die Polizei ermittelt.

Die Polizei und Staatsanwaltschaft Oldenburg ermitteln gegen einen fleischverarbeitenden Betrieb im südlichen Niedersachsen: Es gehe um den Verdacht von Kennzeichnungsverstößen und Urkundsdelikten. Der Betrieb soll tonnenweise vergammeltes mit frischem Fleisch vermischt und anschließend verkauft haben.

"Fleisch, das schon grün ist"

In einem ARD-Bericht am Mittwoch wird ein ehemaliger Arbeiter der Fabrik mit den Worten zitiert: "Es wird auch Fleisch geliefert, das schon grün ist. Wir Arbeiter weisen zwar darauf hin, dass das Fleisch schlecht ist, aber dann wird uns gesagt, dass wir es doch verarbeiten sollen, und wir werfen es in die Maschinen."

Der Betrieb sei im Juni und Oktober insgesamt zweimal durchsucht worden. "Es wurden Proben genommen und sichergestellt", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Fleisch-Herkunft wurde verschleiert

Bei den Ermittlungen gehe es vor allem um den Verdacht, dass sogenanntes Separatorenfleisch nicht als solches ausgezeichnet wurde. Separatorenfleisch wird maschinell von den Knochen gelöst und darf nur verwendet werden, wenn die Produkte entsprechend gekennzeichnet sind. "Der Verdacht besteht, dass falsche Veterinärzeugnisse für den Export erwirkt worden sein könnten, in der die Herkunft des Fleischs verschleiert worden ist."

Angeblich hatte der Betrieb regelmäßig billiges, schlechtes Fleisch gekauft. Zwei ehemalige Mitarbeiter haben heimlich mit ihren Handys Videos aufgenommen - als sie ihrem Arbeitgeber illegale Machenschaften vorgeworfen hätten, seien sie gekündigt und bedroht worden.

(APA/dpa)