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Britischer Musiker gesteht Kindesmissbrauch

(c) EPA (SOUTH WALES POLICE / HANDOUT)
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Der Sänger der mittlerweile aufgelösten Band Lostprophets wollte einen Säugling vergewaltigen.

London/Wien. „Sexuelle Ausbeutung der schlimmsten Art“ – so formuliert es ein Ermittler. Sie haben Beweise wie ein Video, das zeigt, wie ein Mann und eine Frau – vermutlich die Mutter – einen Säugling sexuell missbrauchen. Nun hat der betroffene Mann, der ehemalige Rockstar und Sänger der mittlerweile aufgelösten walisischen Band Lostprophets, Ian Watkins, zugegeben, Kinder sexuell missbraucht – und versucht zu haben, einen Säugling zu vergewaltigen. Bisher hat der 36-Jährige die Vorwürfe stets abgestritten: Er sei Opfer einer Kampagne, sein Computer sei gehackt worden.

Verhaftet wurde der Sänger vor rund zwei Jahren, als bei einer Razzia Drogen und technische Geräte sichergestellt wurden. Das Beweismaterial zeige neben mitgefilmten Vergewaltigungen auch intime Fotos von Kindern. In einigen Fällen seien die Babys von den Müttern selbst an Watkins ausgehändigt worden. Mitangeklagt sind jedenfalls zwei Frauen, die die Kinder ebenfalls missbraucht haben sollen. Bereits vor fünf Jahren hat sich laut Medienberichten eine Frau erfolglos an die Behörden gewandt, mit dem Verdacht, dass Watkins Sex mit Kindern plane. Ein Urteil wird jedenfalls für den 18. Dezember erwartet. Watkins selbst erklärte, er sei schwer drogenabhängig. Laut seiner Anwältin begibt er sich nun in psychiatrische Behandlung.

Band kürzlich aufgelöst

Die Band Lostprophets wurde Ende der 1990er-Jahre gegründet und gab insgesamt fünf Alben heraus, wobei „Liberation Transmission“ die Spitze der Charts in Großbritannien erreichte. Die Band löste sich heuer im Oktober auf. In den Medien wird nun spekuliert, ob die Bandmitglieder von den pädophilen Neigungen ihres Sängers wussten. (red.)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 28.11.2013)