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Opernball: "Blackface"-Skandal um Kim Kardashian

Opernball Karadashian
(c) Die Presse (Clemens Fabry)

Ein schwarz bemalter Moderator von Puls 4 gab sich in der Staatsoper als Kanye West aus. Puls 4 verteidigt seine Verkleidung: "Es war kein Akt von Rassismus".

Die rassistische Schauspieltradition des "Blackface" des 19. Jahrhunderts erlebte am diesjährigen Opernball ein Da Capo. Wie die Internetseite "TMZ.com" berichtet, soll ein schwarz bemalter Mann Kim Kardashian angepöbelt haben, als sie gemeinsam mit Richard Lugner für ein Foto posierte. Der Mann gab sich als Kanye West, mit dem Kardashian liiert ist, aus.

Puls 4-Moderator in "Blackface"-Maske

Bei dem Mann handelt es sich um den Puls 4-Moderator Chris Stephan. Er hatte in der Nacht auf Freitag ein Foto von sich in "Blackface"-Maske auf Facebook gestellt. Der Sender Puls 4 bezog am Freitagnachmittag Stellung zu dem Vorfall.

Stellungnahme des Senders Puls 4

"Wie jedes Jahr hat Comedian Chris Stephan sich für den Opernball eine besondere Kostümierung überlegt. Bereits im letzten Jahr ging er als Silvio Berlusconi. Um ein Interview mit Stargast Kim Kardashian zu bekommen, hat er sich in diesem Jahr als deren Verlobter Kanye West ausgegeben. Dass er sich dafür das Gesicht dunkel angemalt hat, war Teil der Verkleidung und kein Akt von Rassismus. Auch hat er in keinster Weise die Absicht gehabt, Frau Kardashian damit zu beleidigen. Der Sender Puls 4 und auch Chris Stephan wollen sich hiermit für die missverständliche Aktion entschuldigen. Persönlich wird er dazu heute in „Guten Abend Österreich“ um 18:45 Uhr auf Puls 4 Stellung nehmen", hieß es gegenüber "DiePresse.com".

Comedian entschuldigt sich auf Facebook

Stephan entschuldigte sich am Freitag auf seiner Facebook-Seite: "Es tut mir unheimlich leid, dass die Geschichte so in die Hose ging und komplett falsch verstanden wurde. Ich bin selbst Araber, geboren in Österreich! Ich wollte mit dieser Aktion in keinster Weise rassistisch sein und entschuldige mich nochmals dafür bei allen, die sich angegriffen gefühlt haben".

Die 33-Jährige soll von der Aktion schockiert gewesen sein. Aus vertraglichen Gründen musste der amerikanische Reality-TV-Star weitere rund 90 Minuten in der Staatsoper bleiben.

Beleidigende Tanzaufforderung von Pocher

Auch die Tanzaufforderung von Oliver Pocher, einem weiteren Lugner-Gast, kam nicht gut bei Kardashian an: Der Comedian sagte, er würde mit ihr tanzen, wenn die Band "Niggas in Vienna" - eine Anspielung an den Kanye West- und Jay-Z-Song "Niggas in Paris - spielen würde. "Wie schaffen es diese Widerlinge auf die Gästeliste", fragt das amerikanische Online-Magazin "hollywoodlife.com". Dem kann man sich wohl nur anschließen.

Link zu "TMZ.com"

Link zum "DiePresse.com"-Ticker vom Opernball