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Die Blackbox sendet höchstens noch zwei Wochen

Die Black Box jenes Air France-Fluges eines Airbus 330, der auf dem Weg von Rio de Janeiro nach Paris in den Atlantischen Ozean stürzte.
Die Black Box jenes Air France-Fluges eines Airbus 330, der auf dem Weg von Rio de Janeiro nach Paris in den Atlantischen Ozean stürzte.(C) EPA/EMMA FOSTER
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Um den 7. April herum herrscht Funkstille. Black Box und Voice-Recorder sind im Heck der Maschine positioniert.

Die Hälfte der Zeit, in der die Black Box der vermissten malaysischen Boeing Signale aussendet, dürfte bereits verstrichen sein. Die Kästen, die an Bord jedes kommerziellen Flugzeugs mitfliegen, machen nur etwa 30 Tage lang auf sich aufmerksam - dann ist die Batterie leer. Die Maschine der Malaysian Airlines ist seit dem 8. März vermisst. Funkstille ist demnach etwa ab dem 7. April.

Der orangefarbene Metallbehälter beinhaltet einen Flugschreiber, der alle relevanten Daten registriert - wie Kurs, Flughöhe oder Tempo. Zudem zeichnet ein Stimmenrekorder Gespräche und Geräusche im Cockpit auf.

Die Boeing 777 hat zwei Black Boxes - einen Flugdatenschreiber und einen Voice-Recorder - die beide im Heck der Maschine eingebaut sind. Der Grund: Im hinteren Bereich sind keine Tanks zu finden, daher ist dort die Gefahr einer Zerstörung weniger groß. Die eigentlichen Aufzeichnungsgeräte sind entweder Magnetbänder oder Halbleiterspeicher. Beim Voice-Recorder zeichnen sie die letzten 30 Minuten der Kabinengespräche auf, beim Flugdatenspeicher werden verschiedene Parameter, je nach Bauart des Datenschreibers bis zu mehr als 100, über die letzten 25 Stunden aufgezeichnet.

So funktioniert eine Black Box
APA

Extremer Druck

Die Geräte halten extremen Temperaturen ebenso stand wie hohem Wasserdruck und helfen, ein Unglück zu rekonstruieren. Ein Ortungsgerät, das sich bei der Berührung mit Wasser einschaltet, soll das Auffinden der Box ermöglichen, wenn ein Flugzeug ins Meer stürzt. Signale sind nach Angaben von Experten noch aus mehr als 4000 Metern Wassertiefe zu empfangen. Das Gebiet, in der die Reste von MH370 derzeit vermutet werden, ist Tausende Meter tief.

Zunächst erfolglos blieb die Suche zum Beispiel im Sommer 2009, nachdem ein Airbus der Air France in den Atlantik gestürzt war. Die Suche nach der Blackbox endete 40 Tage nach dem Absturz, ohne dass die Sender geortet wurden. Erst bei einer neuen Aktion zwei Jahre später konnten Tauchroboter die Geräte aus 4.000 Metern Tiefe bergen.

(APA/dpa)