Besuch an Grenze

Elon Musk: „Politik kümmert sich mehr um die ukrainische als um US-Grenze“

Der Tesla-Gründer wollte „einen ungefilterten Blick auf die Situation an der Grenze erhalten“.
Der Tesla-Gründer wollte „einen ungefilterten Blick auf die Situation an der Grenze erhalten“.Getty Images/JOHN MOORE
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Mit einem Cowboyhut auf dem Kopf hat Elon Musk der texanisch-mexikanischen Grenze einen Besuch abgestattet. Er fordert einen neuen Ansatz bei den US-Einwanderungsgesetzen.

In den USA hat Tesla-Gründer Elon Musk die texanisch-mexikanische Grenze besucht und sich dort mit lokalen Politikern und Mitarbeitern verschiedener Behörden getroffen. Mit einem Cowboyhut bekleidet erklärte Musk am Donnerstag (Ortszeit), dass er einen ungefilterten Blick auf die Situation an der Grenze erhalten wolle und forderte einen neuen Ansatz bei den US-Einwanderungsgesetzen.

Dabei filmte er sich selbst und streamte das Video live auf seiner eigenen Social-Media-Plattform X. „Ich glaube daran, dass wir ein stark erweitertes System für die legale Einwanderung brauchen und jeden, der hart arbeitet und ehrlich ist, eine beschleunigte Zulassung ermöglichen sollten“, sagte Musk und betonte weiter, dass aber auch denjenigen die Einreise verwehrt werden müsse, die gegen das Gesetz verstießen.

„Politik kümmert sich mehr um ukrainische Grenze“

Der gebürtiger Südafrikaner, verwies auch auf seinen eigenen Status als Einwanderer in die Vereinigten Staaten und bezeichnete sich selbst als „extrem einwanderungsfreundlich“. „Wir wollen beides erreichen - die legale Einwanderung glätten und einen Menschenstrom stoppen, der ein solches Ausmaß annimmt, dass er zu einem Zusammenbruch der sozialen Dienste führt“, so der Unternehmer. Später schrieb er auf X: „Warum kümmern sich so viele amerikanische Politiker beider Parteien 100-mal mehr um die Grenze zur Ukraine als um die Grenze zu den USA?“

Elon Musk mischte sich in letzter Zeit zunehmend bei politischen Themen ein. Im Mai moderierte er den Start der republikanischen Präsidentschaftskampagne von Floridas Gouverneur Ron DeSantis auf Twitter und brachte den Dienst zum Absturz. Vergangene Woche erst traf er sich mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu, der ihn aufforderte, den Schutz der freien Meinungsäußerung und die Bekämpfung von Hassreden auf X in Einklang zu bringen.

Forderung nicht ganz uneigennützig

In seinem Live-Video an der mexikanisch-texanischen Grenze stellte Musk den republikanischen Politiker Tony Gonzales aus Texas vor, der mit dem Migrantenstrom aus Mexiko in die USA konfrontiert ist. Musks eigenes Interesse, sich für den US-Bundesstaat Texas einzusetzen, kommt nicht von ungefähr. Sein Unternehmen Tesla betreibt dort eine Gigafactory in Austin, außerdem befindet sich an der texanischen Golfküste in Boca Chica bei Brownsville eine große Test- und Startanlage von Space X. (APA/Reuters)

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