„Die Presse“-SCHAU

Eine Stadt im Uhrenfieber

Schwarz Etienne und Damasko, zwei Marken, die bis dato nicht im österreichischen Uhrenhandel erhältlich waren. Zu sehen sind sie jetzt bei der „Die Presse“-SCHAU in Wien.
Schwarz Etienne und Damasko, zwei Marken, die bis dato nicht im österreichischen Uhrenhandel erhältlich waren. Zu sehen sind sie jetzt bei der „Die Presse“-SCHAU in Wien.Beigestellt
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In vier Wochen ist es wieder so weit: „Die Presse“-SCHAU macht Wien zum Hotspot der Uhrenaficionados

Man kann nicht behaupten, dass die Branche im Umbruch wäre, aber es bewegt sich so einiges. Dass der Gigant Rolex seinen größten Konzessionär und gleichzeitig größten Uhrenfachhändler der Welt – die Firma Bucherer – übernimmt, hat schon Schlagzeilenpotenzial. Die Auswirkungen dieses Deals sind noch nicht abzuschätzen, aber wer Rolex kennt, der weiß auch, dass dort die Mühlen zwar konsequent, aber auch langsam mahlen – und so dürfen die restlichen Rolex-Partner weltweit guter Hoffnung sein, auch in Zukunft solche zu bleiben. Da gibt es in Wien ja neben Bucherer auch noch die beiden Topjuweliere Wagner und Schullin – und drei Rolex-Händler in einer uhrenaffinen Millionenstadt sind kein einziger zu viel. Gespannt darf man darauf sein, wie die großen Uhrenkonzerne Richemont, Swatch Group und LVMH, aber auch Patek Philippe mittel- und langfristig auf diese neue Konstellation reagieren werden. Aber all das ist Zukunftsmusik.

Infos

„Die Presse“-SCHAU, 10.–12. November 2023, Marx Halle, 1030 Wien, Karl-Farkas-Gasse 19, schau.diepresse.com

Neue Adressen

Wer bei prächtigem Herbstwetter und mit offenen Augen im September über Graben und Kohlmarkt spazierte, dem können auch die gegenwärtigen Veränderungen nicht entgangen sein. Gefühlt an jeder Ecke eröffnete eine neue Uhren- oder Schmuckboutique oder wartet, mehr oder weniger dezent verplankt, auf seine Wieder- oder Neueröffnung. Die Liste ist lang und ohne ins Detail zu gehen auch äußerst prominent: Van Cleef & Arpels, Cartier, Omega, Longines, TAG Heuer, Hublot, Köck, Schullin, vielleicht auch bald Jacob & Co. Und wer weiß, was sich hinter den Kulissen noch so alles anbahnt. Aber es ist nur ein ganz kleiner Teil in der weiten Welt der Uhrmacherei, der auf diesem finanziellen Level agieren kann. Umso wichtiger ist der Uhrenhandel, der zahllosen kleinen, durchaus auf hohem und höchstem Niveau angesiedelten Uhrenmarken eine Plattform bieten kann.

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Wer jetzt allerdings glaubt, nach einem informellen Rundgang durch die Wiener Uhrenlandschaft alles gesehen zu haben, was es an interessanten Zeitmessern zu sehen gibt, der irrt gewaltig. Nur wenige dieser meist in der Schweiz, aber auch in Deutschland, Frankreich, England, Holland usw. produzierten mechanisch hochwertigen Uhren finden einen Platz in den heimischen Schaufenstern. Zu groß scheint den Händlern oft das Risiko, in neue, unbekannte Produkte zu investieren. Und so bleibt vielen Uhrenaficionados nur der Blick ins Fachmagazin oder ein Ausflug ins Internet, um diesen tickenden Geheimnissen auf die Spur zu kommen.

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Ein Bild sagt mehr als tausend Worte, heißt es. Nicht bei einer Uhr. Die muss man spüren, angreifen, ja begreifen. Deshalb haben Uhrenmessen immer noch ihre Berechtigung – in Zeiten, in denen vielen Herstellern nur mehr die Möglichkeit bleibt, ihre Produkte über das Netz zu verkaufen, sogar mehr denn je. Nur schade und für viele Uhrenfreunde unverständlich, dass einige namhafte Marken die Teilnahme an Publikumsmessen aus ihrem Marketingkonzept gestrichen haben.

Die großen Uhrenshows in London, Paris, München und Hamburg haben aus diesem Grund bereits ihre Pforten geschlossen, und auch die Viennatime, die erste Publikumsmesse überhaupt, der es gelang, alle Topmarken der drei großen Uhrenkonzerne Richemont, Swatch Group und LVMH unter einem Dach zu präsentieren, scheiterte an dieser Entwicklung. Doch seit coronabedingter virtueller Zwangsbeglückung zeigt sich wieder Licht am Horizont. Vor allem in Wien. 75 Uhrenmarken, zehn Uhrenfachgeschäfte und Juweliere, dazu 20 Schmuckmarken und zwölf Goldschmiede werden vom 10. bis 12. November wieder Tausende Besucher zur größten europäischen Uhren- und Schmuckschau in die Wiener Marx Halle locken! 

Uhrenmarken 2023

Alexander Shorokhoff, Alpina, Auguste Reymond, Bauhaus, Baume & Mercier, Bell & Ross, Botta Design, BWG Bavarian Watch, Borgward, Carl Suchy & Söhne, Century, Certina, Chopard, Chronoswiss, Damasko, Doxa, DuBois et fils, Ebel, Eberhard & Co., Edox, Eqvis, Fabergé, Findeisen, Fine Watches Berlin, Franck Muller, Frédérique Constant, Garmin, Girard-Perregaux, Hamilton, Hanhart, Heinrich Watches, Herbelin, Uhrmacherschule Karlstein, Iron Annie, Jaeger-LeCoultre, Junghans, Kaiser Uhrbänder, Laco, Leica, Locman, Longines, M.A. Meyer & Söhne Zeitgeneration, Maurice Lacroix, Matthias Naeschke, MeisterSinger, Mido, Mühle Glashütte, Nomos Glashütte, Norqain, Oris, Parmigiani Fleurier, Paul Design, Paul Picot, Qlocktwo, Rado, Raymond Weil, Ressence, Ritter Uhrbänder, Robot, Seiko, Schwarz Etienne, Speake Marin, The Moving Mechanics Company, Tissot, Tutima Glashütte, Ulysse Nardin, Union Glashütte, Viribus Unitis, Walter Gropius, Zenith, Zeppelin, ZRC 1904.


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