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Britische Medien suchen Hitlers Sohn

(c) Schickelgruber.net
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Auf der Insel wird heftig spekuliert: Die Hitler-Bewunderin Unity Mitford soll in Großbritannien ein Kind von Adolf Hitler zur Welt gebracht haben.

Die Geschichte ist so unglaublich, dass auch der Journalist Martin Bright vom britischen "New Statesmen" sie zuerst nicht glauben konnte: Val Hann erzählte ihm darin, dass in der Station ihrer Tante Betty Norton, die in den dreißiger und vierziger Jahren eine private Entbindungsklinik bei Oxfordshire geleitet hat, ein Kind Hitlers zur Welt gekommen sei. Demnach soll die Adelstochter und Hitler-Bewunderin Unity Mitford einen Sohn bekommen haben, der zur Adoption freigegeben wurde und jetzt mit 67 Jahren irgendwo in Großbritannien leben würde. Bisher hieß es, Hitler hätte keine Nachkommen. Seine noch lebenden Großneffen haben sich dazu entschlossen, keine Kinder zu zeugen, um die Familie Hitler aussterben zu lassen.

Nachdem er von dem Gerücht, Hitler hätte ein leibliches Kind, erfahren hatte, begann Martin Bright zu recherchieren und stieß auf wenig Information und eine auffällige Lücke in Unity Mitfords Lebenslauf.

Zu Hitler nach Deutschland

Unity Valkyrie Mitford war eine Tochter des Oberhauslords Baron Redesdale. Er und auch seine Töchter waren in der Zwischenkriegszeit wahre Berühmtheiten in Großbritannien und sie standen dem Faschismus nahe. So wurde die zweite Tochter Diana in Deutschland von Joseph Goebbels mit dem britischen Nazichef Oswald Mosley getraut.

Unity Mitford selbst kam mit 20 Jahren nach München, um Hitler kennenzulernen. Sie setzte sich in sein Liebelingslokal und starrte ihn so lange an, bis er sie an seinen Tisch bat. Die blonde, blauäugige und 1,80 große Frau war geradezu ein Nazi-Idealbild. Sie wurde bald auf Parteiveranstaltungen eingeladen und begleitete Hitler auf Reisen, was ihr den Spitznamen „Unity Mitfahrt" eintrug. Eva Braun soll sogar eifersüchtig auf die blonde Britin gewesen sein und 1935 in ihrem Tagebuch vermerkt haben, dass Unity bei vielen als künftige „First Lady" gelte, berichtet die „taz".

Die Kriegserklärung Großbritanniens an Deutschland brachte Unity in die Zwickmühle - sie schreib einen Abschiedsbrief und schoss sich in den Kopf, überlebte aber. Schwer verletzt wurde sie nach Großbritannien gebracht. Als Invalide wohnte sie bis 1948 bei ihrer Mutter, wo sie an den Spätfolgen des Selbstmordversuches - eine Infektion verursacht durch die Kugel in ihrem Kopf - starb.

Was tat sie in der Entbindungsklinik?

Über die erste Zeit nach ihrer Rückkehr, etwa die erste Hälfte des Jahres 1940, gibt es nur lückenhafte Aufzeichnungen. Diese soll sie in der Entbindungsklinik zugebracht haben. Die Recherchen von Martin Bright brachten aber selbst kaum Licht in diese Zeit. So will zwar eine Dorfbewohnerin Unity Mitford gesehen haben, doch spricht sie von einem Nervenzusammenbruch und nicht von einer Schwangerschaft. Auch in den Geburtsregistern ist Unity nicht vermerkt.

Die einzige, die den Fall aufklären könnte, ist Unitys Schwester Deborah, die Herzogin von Devonshire. Sie begleitete Unity, als diese zurück nach Großbritannien kam. Die Idee eines Kindes ihrer Schwester mit Hitler sei "abstrus", sagt sie. Doch in einem Interview will sie nicht darüber sprechen. Und so bleibt die Frage weiter offen: Wieso hat Unity sich Anfang 1940 in einer Entbindungsklinik aufgehalten?

(Red.)