Europa anders rollt Österreichern roten Teppich aus

Wahlkampfabschluss von ''Europa anders''
Wahlkampfabschluss von ''Europa anders''APA/ROLAND SCHLAGER

Am Viktor-Adler-Markt, wo FPÖ-Chef Strache öfters "menschenverachtenden Reden" halte, will Spitzenkandidat Ehrenhauser es "anders machen".

Den roten Teppich hat Europa anders den Bürgern bei der Abschlussveranstaltung des Europa-Wahlkampfes ausgelegt. Martin Ehrenhauser, Spitzenkandidat der Allianz aus Piraten, KPÖ und "Der Wandel", zeigte sich dabei überzeugt von einem Einzug ins EU-Parlament. Zumindest die Aktion am Freitagnachmittag zog aber nur sehr wenig Publikum an.

Am Viktor-Adler-Markt in Wien-Favoriten waren die Wähler aufgerufen, jene Anliegen auf Europa-Taferl zu schreiben, die derzeit ihrer Meinung nach zu kurz kommen. Während an den Laternen ringsum noch blaue Luftballons vom Vortag baumelten, erklärte Ehrenhauser, dass man den Ort nicht zufällig gewählt habe: Hier nämlich halte FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache immer wieder seine "menschenverachtenden Reden", und Europa anders wolle es "anders machen".

Tür-Öffner und die Taferl-Wünsche

"Wir wollen die Tür öffnen für ein anderes Europa", betonte Ehrenhauser, und "bei uns dürfen die Bürger auf den roten Teppich". Einen solchen hatte die Wahlplattform tatsächlich in der Fußgängerzone ausgerollt, am Ende wartete schließlich Ehrenhauser, um eine dort aufgestellte Tür zu öffnen und die Taferl-Wünsche in Empfang zu nehmen.

Die Menschen hätten ein Bedürfnis nach "tief greifenden Veränderungen" und Europa anders sei die einzige "kritische Alternative", meinte Ehrenhauser, der sich einmal mehr etwa für mehr Demokratie und ein Ende der "Festung Europa" aussprach. Der Zuspruch sei "enorm" und er sei "felsenfest überzeugt", dass Europa anders am Sonntag "die riesengroße Überraschung" sein werde. Seinen Worten lauschten freilich neben den rund 30 Sympathisanten bzw. Aktivisten nur wenige - obwohl bei strahlendem Wetter doch einiges los war auf der Flaniermeile, blieb nur vereinzelt jemand stehen.