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Venedig: Rekord-Hochwasser im Anmarsch

Der Markusplatz steht wieder unter Wasser.
(c) EPA (ANDREA MEROLA)
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Heftige Windböen peitschten die Wassermassen in die Lagunenstadt. Der Markusplatz steht 80 Zentimeter unter Wasser. Neben dem Hochwasser sorgte ein Streik der öffentlichen Verkehrsmittel für Schwierigkeiten.

Große Teile von Venedig sind am Montag von Flutwellen überschwemmt worden. Der Wasserpegel erreichte 1,6 Meter - ein Rekord für die vergangenen 30 Jahre. Der Markusplatz stand 80 Zentimeter unter Wasser. Das städtische Zentrum für Hochwasserwarnungen führte die Überschwemmung auf heftige Windböen zurück, welche die Wassermassen in die Stadt gepeitscht hätten.

Gehstege mussten aufgestellt werden. Die bisher letzte Flutwelle mit ähnlichen Werten war am 22. Dezember 1979 gemeldet worden. Damals hatte der Wasserstand 1,66 Meter erreicht. Ab diesem Pegel steht die gesamte Lagunenstadt unter Wasser. Bisheriger Rekordstand war am 4. November 1966, als das Hochwasser 1,94 Meter erreichte.

Streik der öffentlichen Verkehrsmittel


Neben dem Hochwasser sorgte ein Streik der öffentlichen Verkehrsmittel für Schwierigkeiten. Die Vaporetti, die für die Verbindungen in der Stadt sorgen, wurden nicht in Dienst gestellt. Der Bürgermeister der Stadt, Massimo Cacciari, bezeichnete den Arbeitsausstand in einer für die Stadt so schwierigen Phase als verantwortungslos.

Seit mehreren Jahren meldet die Lagunenstadt immer häufiger "Land unter". Als Ursache gilt unter anderem die Absenkung des Meeresgrunds. Einige Experten sind skeptisch, ob die Stadt langfristig überhaupt noch zu retten ist. Jetzt soll ein gewaltiges System aus beweglichen Deichen gebaut werden. Umweltschützer protestieren aber dagegen.

(APA/Red.)