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Finnland: "Wahre Finnen" schnuppern Brüsseler Luft

Timo Soini
(c) REUTERS (Lehtikuva)
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Die Rechtspopulisten rücken in einem Wahlbündnis mit den Christlichen Fundamentalisten zu den Großparteien auf. Sie ziehen mit jeweils einem Abgeordneten ins Europaparlament ein.

Die rechtspopulistischen "Wahren Finnen" (Perussuomalaiset) und die Grünen sind die Sieger der EU-Wahlen in Finnland. Nach Auszählung aller Stimmen steht fest, dass die "Wahren Finnen" und die gemeinsam mit ihnen als Wahlbündnis angetretenen "Christlichen" jeweils mit einem Abgeordneten ins Europaparlament einziehen werden. Die Grünen gewannen auf Kosten der Linkspartei einen zweiten Sitz dazu.

Wahlverlierer Großparteien

Die Großparteien - die Konservativen, das Zentrum und die Sozialdemokraten - gehen mit jeweils Stimmen- und Mandatsverlusten als Verlierer aus der EU-Wahl hervor. Ministerpräsident Matti Vanhanen sprach im TV angesichts von minus 4,7 Prozent für seine Zentrumspartei von einer "Niederlage".

Alle drei Großparteien müssen je einen Sitz im Europaparlament abgeben und werden künftig nur noch mit je drei (Konservative und Zentrum), beziehungsweise zwei (Sozialdemokraten) Mandataren im Europaparlament vertreten sein. Die Schwedische Volkspartei behielt ihren einzigen Sitz. Finnland hat im neuen EU-Parlament 13 Sitze (bisher 14).

"Stimmenkönig" Soini

Die "Wahren Finnen" unter ihrem charismatischen Chef Timo Soini waren in Finnland lange Zeit eine politische Marginalerscheinung. Bei den Kommunalwahlen im vergangenen Herbst hatten sie aber bereits einen starker Stimmenzuwachs erhalten. Der 47-jährige Soini erhielt 130.000 Vorzugsstimmen und wurde damit zum klaren "Stimmenkönig" in Finnland.

(APA)