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"Die Uhr tickt": Israel warnt vor Atomgefahr aus Iran

Michael Oren
(c) AP (Tara Todras-whitehill)
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"Israel wäre innerhalb von Sekunden von der Landkarte gelöscht", warnt Michael Oren, der neue israelische Botschafter in den USA. Die Iraner könnten so vollenden, was Irans Behauptungen nach Hitler nicht getan hat.

Der neue israelische Botschafter in den USA, Michael Oren, hat mit drastischen Worten vor der Gefahr einer iranischen Atombombe für sein Land gewarnt. "Israel wäre innerhalb von Sekunden von der Landkarte gelöscht". Die Iraner könnten so das vollenden, was ihren Behauptungen nach Hitler nicht getan hat und sechs Millionen Juden umbringen, sagte er nach Angaben der israelischen Zeitung "Haaretz" am Freitag bei einer Veranstaltung in Aspen im US-Staat Colorado.

"Eine der Uhren ist die Urananreicherung"

"Die Uhren ticken überall", warnte der kürzlich ernannte Botschafter in Zusammenhang mit dem iranischen Atomprogramm. "Eine dieser Uhren ist die der Urananreicherung". Ab einem bestimmten Zeitpunkt werde der Iran über genügend hochangereichertes Uran verfügen um eine Bombe zu bauen, die Israel auslöschen könnte.

Die Welt müsse aufmerksam die jüngsten Vorgänge im Iran nach den umstrittenen Präsidentschaftswahlen verfolgen, sagte Oren. Diese hätten der Welt das unmaskierte, wahre Gesicht des Regimes vor Augen geführt, dass willens sei, seine eigenen Bürger zu töten. Es werde sicherlich keine Gewissensbisse haben, andere Völker in der Region zu töten, seien es Juden oder sunnitische Araber.

Oren meinte zum Dialogangebot von Barack Obama an den Iran, er sei überzeugt, der US-Präsident habe das Interesse seines Landes im Auge wie das Israels. Israel sei aber hauptsächlich über das Timing und die Fristsetzung bei Verhandlungen über das iranische Atomprogramm besorgt. Zu den Differenzen zwischen den USA und Israel bezüglich des Ausbaus der jüdischen Siedlungen in den besetzten Gebieten sagte der Botschafter, natürlich sei die Frage ein Thema, aber nicht das allerwichtigste.

(APA)