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Einfuhren aus China steigen

Das Reich der Mitte rangiert auf Rang zehn der wichtigsten Exportpartner Österreichs. Maschinen spielen eine wichtige Rolle.

Die Verletzung von Menschenrechten oder die mangelnde Möglichkeit zur freien Meinungsäußerung hat österreichische Firmen in den vergangenen Jahren nicht davon abgehalten, Geschäfte mit China zu machen. 2015 gingen etwa 2,5 Prozent aller Exporte in die Volksrepublik. Zwischen Jänner und November des Vorjahres beliefen sich die Ausfuhren auf etwas mehr als drei Mrd. Euro. Hinzu kamen noch Waren und Dienstleistungen im Volumen von rund 516 Mio. Euro, die in die Sonderverwaltungszone Hongkong gingen. China rangiert somit auf Rang zehn der wichtigsten Exportpartner. Zur Jahrtausendwende war das Bild noch ein anderes. Damals kamen in China lediglich Ausfuhren in der Höhe von 490 Mio. Euro an – was einem Anteil von 0,7 Prozent des gesamten Exportvolumens entsprach.

Auch die Importe aus China sind in den vergangenen 15 Jahren deutlich gestiegen. Summierten sich die Einfuhren im Jahr 2000 noch auf 1,24 Mrd. Euro, machten sie im Zeitraum Jänner bis November 2015 mittlerweile 7,2 Mrd. Euro aus. Somit stellen sie einen Anteil von knapp sechs Prozent am Importgeschäft. Die wichtigste Rolle im Außenhandel mit China spielen Maschinenbauerzeugnisse und Fahrzeuge. Doch werden auch chemische Erzeugnisse gehandelt, ebenso wie Nahrungsmittel und lebende Tiere (wenn auch in geringem Ausmaß).

 

Viele Firmen vor Ort

Derzeit sind in China rund 600 heimische Unternehmen tätig, 240 davon in Hongkong. Der Kristallkonzern Swarovski betreibt dort etwa Verkaufsstellen, seine Produktionsstätte hat die Firma allerdings aufgegeben. Schon seit dem Jahr 2002 ist der steirische Leiterplattenhersteller AT&S in Shanghai tätig, erst im heurigen Februar wurde ein weiteres Werk in Chongqing eröffnet. Der Anlagenbauer Andritz wiederum beschäftigt knapp 2200 Mitarbeiter im Reich der Mitte, zwölf Prozent der Umsätze werden in dem Land erzielt. Bei den wichtigsten börsenotierten Gesellschaften Österreichs macht das China-Geschäft, gemessen an der gesamten Marktkapitalisierung des Leitindex ATX, aber weniger als ein Prozent aus. (nst)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 05.03.2016)

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