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Tausende Menschen bei Pro-Asyl-Demo in Wien

PRO ASYL DEMO IN WIEN
(c) APA/HERBERT NEUBAUER
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Der Demonstrationszug marschierte heute unter dem Motto "Flüchtlinge willkommen! Nein zur Festung Europas!" durch Wien. Die Polizei spricht von 2500 Teilnehmern, die Veranstalter von 16.000.

Tausende Demonstranten haben am Samstagnachmittag in Wien als Teil eines internationalen Aktionstages gegen die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung und den Flüchtlingsdeal der EU mit der Türkei demonstriert. Nach Angaben der Veranstalter marschierten 16.000 Menschen durch die Wiener Innenstadt, die Polizei sprach nur von 2.500 Demonstranten. Die Kundgebung verlief vorerst ohne Zwischenfälle.

Der Demonstrationszug unter dem Motto "Flüchtlinge willkommen! Nein zur Festung Europas!" marschierte vom Karlsplatz über die Ringstraße zum Parlament und dann weiter zum Haus der Europäischen Union in der Wipplinger Straße. Ein Vertreter der "Plattform für eine menschliche Asylpolitik", erläuterte der APA, dass beim Parlament gegen die Abschottungspolitik der Bundesregierung protestiert wurde. Vor der EU-Vertretung wollte man darauf hinweisen, dass der Deal mit der Türkei "ein Verbrechen" sei. Als Symbol für die im Mittelmeer ertrunkenen Flüchtlinge haben die Demonstranten Schlauchboote mitgebracht.

"Willkommenskultur nicht nehmen lassen"

Dem Protest angeschlossen hat sich u.a. die Grüne Menschenrechtssprecherin Alev Korun, die auf Twitter feststellte: "Wir werden uns die Willkommenskultur nicht nehmen lassen." Auf Transparenten forderte etwa SOS Mitmensch, "Menschenwürde an die erste Stelle" zu setzen. Und Amnesty International stellte fest: "Asyl ist ein Menschenrecht".

Sowohl die Veranstalter als auch die Polizei berichteten der APA, dass die Demonstration ruhig verlaufe. Um 15.30 Uhr war die Kundgebung noch im Gange, bis dahin habe es keine Zwischenfälle gegeben.

Proteste und Demonstrationen gab es aus Anlass des internationalen Anti-Rassismus-Tages auch in mehreren Städten Griechenlands, in Großbritannien, Frankreich, Polen und in der slowenischen Hauptstadt Laibach. Am morgigen Sonntag soll es auch in Australien eine Kundgebung geben.

(APA)