Westerwelle: "Nachbarn nicht mit Peitsche drohen"

Guido Westerwelle
(c) AP (Winfried Rothermel)

Der deutsche Liberalen-Chef Guido Westerwelle geht auf Distanz zum deutschen Finanzminister Steinbrück, der Verbalattacken gegen Österreich geritten hatte. "Ich bedaure die Entgleisungen des Finanzministers", sagt er.

Deutlich auf Distanz zum deutschen SPD-Finanzminister Peer Steinbrück, der seit Monaten Staaten wie die Schweiz, Liechtenstein oder Österreich als Steueroasen kritisiert, ging am heutigen Montag der Chef der Liberalen, Guido Westerwelle. Vor ausländischen Journalisten in Berlin sagte der FDP-Chef: "Ich bin der Meinung, dass man nicht den Nachbarländern mit der Peitsche droht. Ich bedaure die Entgleisungen des Finanzministers."

Gleichzeitig kritisierte Westerwelle, dass Steinbrück in diesem Punkt nicht von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) oder deren Stellvertreter Frank-Walter Steinmeier (SPD) zurechtgewiesen worden sei. Das beste Mittel gegen Steuerhinterziehung sei ein faires Steuersystem, sagte der FDP-Vorsitzende.

(APA)

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