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Akademische Ausbildung für Pflegefachkräfte

(c) APA/BARBARA GINDL
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Der Nationalrat stimmte für eine Reform der Pflegekräfte-Ausbildung. Künftig wird es drei neue Berufsgruppen geben.

Wien. Am Ende ging alles rasch. Zu rasch für die Opposition – mit Ausnahme der Grünen. Die stimmten mit SPÖ und ÖVP am Donnerstag in der letzten Nationalratssitzung vor der Sommerpause für eine Reform der Pflegekräfte-Ausbildung. Wichtigste Neuerung nach jahrelangen Diskussionen: Pflegefachkräfte werden akademisch an Fachhochschulen ausgebildet.

In Kraft treten soll die Regelung ab September 2016 stufenweise bis 2024. Dann wird es drei Berufsbilder geben. Neben den Pflegefachkräften und Pflegeassistenz (bisher: Pflegehilfe) wird eine Pflegefachassistenz mit mehr Kompetenzen geschaffen. Beide sollen weiter an Krankenpflegeschulen ausgebildet werden, die Ausbildung ein bzw. zwei Jahre dauern.

Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser (SPÖ) sieht einen „guten Schritt“, ÖVP-Gesundheitssprecher Erwin Rasinger gar ein „Jahrhundertgesetz“. Die Grüne Eva Mückstein meinte, Österreich sei bei der Akademisierung Schlusslicht und ein sehr ärztelastiges Land. FPÖ-Gesundheitsexpertin Dagmar Belakowitsch-Jenewein warnte, dass die billigere Pflegefachassistenz mit zweijähriger Ausbildung jene Arbeit übernehmen müsse, die bisher diplomiertes Personal geleistet habe. Ähnlich argumentierte Neos-Mandatar Gerald Loacker. (red./APA)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 08.07.2016)