Strolz führt NEOS als Spitzenkandidat in Nationalratswahl

NEOS-MITGLIEDERVERSAMMLUNG MIT ENTSCHEIDUNG UeBER NR-WAHL-LISTE: STROLZ
NEOS-Parteichef Matthias StrolzAPA/HERBERT P. OCZERET

Auf den zweiten Platz der Bundesliste für die Nationalratswahl im Oktober wurde die ehemalige Präsidentschaftskandidatin Irmgard Griss gereiht.

Die NEOS haben am Sonntag ihre Listen für die Nationalratswahl fixiert. Bei der Mitgliederversammlung am Sonntag in Wien wurde Parteichef Matthias Strolz wie erwartet zum Spitzenkandidaten gekürt. Auf Platz zwei befindet sich die ehemalige Präsidentschaftskandidatin und Höchstrichterin im Ruhestand, Irmgard Griss. Sie ist auch Listenerste in der Steiermark, wie bereits am Vortag entschieden wurde.

Strolz bedankte sich nach seiner Wahl für das Vertrauen: "Ich spüre die Größe dieser Aufgabe." Österreich werde sich nach dem 15. Oktober neu ordnen, zeigte er sich zudem überzeugt. Die NEOS seien dabei "so etwas wie ein echter Game-Changer".

Meinl-Reisinger auf dritten Platz

Die derzeitige Klubchefin im Wiener Landtag, Beate Meinl-Reisinger, kandidiert bei der Nationalratswahl an dritter Stelle für die NEOS. Hinter ihr ist Gerald Loacker gereiht, der auch die Vorarlberger Landesliste anführt. Nach ihm der Salzburger Sepp Schellhorn, der ebenfalls an der Spitze in seinem Bundesland steht. Alle Kandidaten hatten sich in einem dreistufigen Vorwahlsystem behaupten müssen.

Auf Platz Sechs der Bundesliste kandidiert Claudia Gamon, Zweite der Wiener Landesliste hinter Meinl-Reisinger. Ihr folgen JUNOS-Vorsitzender Douglas Hoyos und Michael Bernhard, der für die NEOS im Eurofighter-Untersuchungsausschuss sitzt. Nur auf Platz 15 der Bundesliste gereiht ist Nikolaus Scherak. Allerdings auf eigenen Wunsch, da er bereits die Landesliste in Niederösterreich anführt.

Die Wahl bei der Mitgliederversammlung war nur ein Teil eines komplexen dreistufigen Vorwahlsystems. Aus diesem Grund gab es auch keine Prozent-Angaben bei der Präsentation der Listen. Laut Generalsekretär Nikola Donig hat Strolz als Spitzenkandidat mehr als 98 Prozent der Mitglieder-Stimmen erreicht. Zum ersten Mal wurde der Spitzenkandidat eigens gewählt.

 

 

(APA)