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Amazon: Zwölf Millionen Dollar nur für Lobbying

Amazon boxes are seen stacked for delivery in the Manhattan borough of New York City
Der US-Internethändler Amazon stieg mit dem Kauf von "Whole Foods" zuletzt auch in den stationären Handel ein.REUTERS
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Der Konzern intensivierte seine Interessensvertretung in den vergangenen Jahren deutlich. Grund dafür ist die Verbreiterung des Amazon-Geschäftsfeldes.

Dass große Konzerne ihre eigenen Interessen mit Nachdruck vertreten, ist bekannt. In den USA müssen diese Lobbying-Kosten daher seit einigen Jahren publik gemacht werden. Und die Zahlen des zweiten Quartals zeigen, dass der US-Online-Riese Amazon seine Lobbying-Aktivitäten in jüngster Zeit deutlich gesteigert hat.

So gab der Konzern allein zwischen Anfang April und Ende Juni 3,2 Millionen Dollar für Lobbying aus. In Summe dürfte heuer damit der Wert von zwölf Millionen Dollar übertroffen werden. Mehr als im Vorjahr, als die Ausgaben bei elf Millionen Dollar zu liegen kamen und deutlich mehr als noch vor drei Jahren. Damals gab Amazon für Lobbying noch lediglich 4,7 Millionen Dollar aus.

Beobachter sehen den Grund für die verstärkte Lobbying-Aktivität darin, dass Amazon sein Geschäftsfeld zuletzt verbreiterte und beispielsweise die Lebensmittelkette "Whole Foods" für 13,7 Milliarden Dollar kaufte. Der Online-Händler will so sein Geschäft mit frischen Lebensmitteln verstärken. Das hat vor allem in Washington einiges an Widerstand hervorgerufen.

In Summe beschäftigt Amazon laut den publizierten Unterlagen 15 Mitarbeiter, die sich nur ums Lobbying kümmern und vergibt darüber hinaus auch regelmäßig große Aufträge an auf Lobbying spezialisierte Agenturen. Die Themen, die von den Amazon-Lobbyisten beackert werden sind breit: Sie gehen von Steuern, Immigration, Zahlungssystemen bis hin zur Lufterverkehrspolitik bezüglich Drohnen.