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Kursfeuerwerk beim steirischen Apple-Zulieferer ams

PEROUTKA Guenther
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Die Aktie des steirischen Chip- und Senosorenherstellers ams hebt ab. Was Anleger so beglückt, sind die Wachstumsaussichten des steirsichen Unternehmens.

Man könnte im ersten Moment glauben, es sei eine schlechte Nachricht: Der in der Schweiz börsenotierte steirische Sensor-und Chipherstellers ams AG musste im dritten Quartal einen Nettogewinn-Rückgang von 55,9 Millionen auf 20,2 Millionen  Euro hinnehmen. Aber: Im zweiten Quartal war der Apple-Zulieferer sogar in der Verlustzone gewesen.  Und:  Die bereinigte operative EBIT-Marge sei diesmal über den Erwartungen gelegen und das EBIT mit 34,8 Millionen Euro um 28,0 Millionen Euro höher als im gleichen Vorjahreszeitraum. Nach IFRS, also u.a. samt Akquisitionskosten, lag das operative Ergebnis (EBIT) bei 10,5 Millionen Euro, die EBIT-Marge bei 4 Prozent, ein Rückgang von 49,7 Millionen Euro gegenüber dem dritten Quartal 2016.

Wie ams am Montag mitteilte, lag der Gruppenumsatz im dritten Quartal bei 262,6 Millionen Euro, um 45 Prozent über dem Vorquartal und um 79 Prozent über im gleichen Vorjahresquartal. Stark gewachsen sei man vor allem dank eines steilen Erlösplus im Consumer-Geschäft in Verbindung mit einer insgesamt positiven Nachfrage nach Sensoriklösungen.

Das  Beste kommt noch: Im vierten Quartal erwartet ams 440 bis 480 Millionen Euro Umsatz und 26 bis 29 Prozent EBIT-Marge. Diese Erwartungen bekräftigen die starke Position von ams bei innovativen optischen Sensortechnologien einschließlich 3D-Sensorik und anspruchsvoller Displaysteuerung. Der Konzern bestätigte deshalb auch die Umsatzwachstumserwartung für den Zeitraum 2016-2019 von mehr als 40 Prozent durchschnittlicher jährlicher Wachstumsrate (CAGR) sowie das Ziel einer bereinigten EBIT-Marge von 30 Prozent ab 2019, die auf dem umfangreichen Umsatz- und Projektpipeline von ams basieren.

Die intakten Wachstumsaussichten finden an den Börse ihren Widerhall. Die ams-Aktie startete am Dienstag mit einem Aufschlag von 18,6 Prozent auf 77, 75 Franken in den Handel. Am Vormittag wurden dann bis zu 80,90 Franken für das Papier bezahlt, ein neues Rekordhoch.