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Der Abschied vom Derby im Happel-Stadion

Austria-Trainer Thomas Letsch
Austria-Trainer Thomas LetschAPA/GEORG HOCHMUTH
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Will die Austria doch noch in den Europacup, muss das Derby gewonnen werden. Nicht nur deshalb ist es ein besonderes Spiel.

Wien. Im fünften Wiener Derby dieser Saison will die Austria am Sonntag (16.30 Uhr, live, ORF 1, Sky) endlich den ersten Sieg über den Erzrivalen Rapid feiern. „Für mich ist es das erste Wiener Derby. Man spürt, dass es ein besonderes Spiel ist“, betonte Austria-Trainer Thomas Letsch. „Wir fiebern auf dieses Spiel auch aufgrund unserer Situation hin, denn wir brauchen Punkte und Siege.“

Für den 49-jährigen Deutschen, der 2015 interimistisch auch Red Bull Salzburg betreute, ist es sein sechstes Spiel als Coach der Violetten, die er Ende Februar als Nachfolger seines beurlaubten Landsmannes Thorsten Fink nur an siebenter Stelle mit 27 Punkten übernommen hatte. Mittlerweile steht die Austria mit 39 Zählern auf Platz sechs. Letsch gewann mit Ausnahme des 0:5-Debakels in Salzburg sämtliche Spiele und will den FAK noch in den Europacup führen. Deshalb muss auch gegen die Hütteldorfer ein Sieg her, um den Rückstand auf die Admira (sieben Punkte), den Lask (neun) und Rapid (zehn, jeweils vor der 30. Runde) weiter zu verkleinern. Da es auch im Cup ein Aufeinandertreffen mit dem ewigen Rivalen aus Hütteldorf gab, ist es das bereits fünfte Saisonduell. Rapid musste sich zu Hause zweimal mit Unentschieden begnügen, gewann dafür aber zweimal im Happel-Stadion.

„Für mich ist jedes Spiel wie ein Endspiel, denn wir können noch etwas ganz Großes schaffen, deshalb kribbelt es in jedem Spiel gleich“, erklärte Letsch, dass er keine besondere Anspannung spüre, weil es nun gegen Rapid geht. An die Hütteldorfer hat er „ganz gute Erinnerungen“ aus seiner Zeit in der Mozartstadt. „Als ich in Salzburg auf der Bank gesessen bin, haben wir das Heimspiel 2:0 gewonnen. Damit wären wir auch jetzt alle glücklich.“

Letsch ist diesmal besonders gefordert, da mit Kapitän Raphael Holzhauser und Zentrumsspieler Tarkan Serbest gleich zwei Mannschaftsstützen wegen Sperren ausfallen. Dazu sind auch noch David de Paula (Kniegelenk) und Dominik Prokop (Sprunggelenk) fraglich. Deshalb mussten im Training Alternativen getestet werden, mit denen man zufrieden war.

Die Austria hat als Derby-Gastgeber seit dem 2:1 in der alten Generali-Arena am 8. März 2015 nicht mehr gegen Rapid gewonnen. Für beide Teams wird es ein besonderes Match, ist es doch planmäßig das letzte Wiener Derby im Prater-Oval, da die Austria ab Sommer in der neuen Generali-Arena spielen wird. Eröffnet wird diese am 13. Juli mit dem Spiel gegen Dortmund.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 15.04.2018)